Chili und Paprika Aussaat auf der Fensterbank

Chili Aussaat auf der Fensterbank
Chili Setzlinge wachsen heran – Foto: X. BEGUET- Panorama / stock.adobe.com

Die Sortenvielfalt von Chili, Paprika und Peperoni ist immens. Wer sie selbst heranzieht, benötigt etwas Geduld. So gelingt die Anzucht.

Frühe Aussaat von Chili und Paprika

Paprika, Chili und Peperoni haben eine lange Entwicklungszeit. Sie werden schon ab Mitte Februar bis Anfang März ausgesät. Der frühe Saattermin ist trotz Lichtmangel und Kälte nötig, damit die Früchte bis zum späten Sommer ausreifen.

Chili und Paprika selber anziehen

  • Ein Samenbad vor der Aussaat stärkt die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten.
  • Für die Anzucht ist spezielle Aussaaterde empfehlenswert.
  • Halten Sie die Aussaatschalen warm und feucht und stellen Sie sie an den sonnigsten Ort, den Sie im Haus vorfinden.
  • Zur Unterstützung dienen auch Pflanzenlampen.
  • Bei einer Keimtemperatur von etwa 25 °C bis 30 °C keimen die Samen recht gut.
  • Wenn die Pflanzen das zweite Blattpaar gebildet haben, sollten sie pikiert werden.
  • Rechtzeitiges Pikieren sichert den heranwachsenden Pflanzen das nötige Platz- und Lichtangebot.
  • Setzen Sie Ihre Pflanzen in nahrhafte humose Erde und düngen Sie reichlich, vor allem dann, wenn die Pflanzen nicht mehr recht vorankommen.
  • Mit etwas Urgesteinsmehl heben Sie den pH-Wert der Erde günstig an.
  • Stellen Sie die Setzlinge so hell wie möglich.
  • Zum Gießen ist zimmerwarmes Regenwasser ideal.
  • Den Topfballen immer wieder abtrocknen lassen.
  • Sobald es geht – das heißt wenn es garantiert nicht mehr friert und tagsüber schon recht warm ist – stellt man die Pflanzen in den Frühbeetkasten oder ins Kleingewächshaus.
  • Ansonsten dürfen die Pflanzen erst ab Mitte bis Ende Mai ins Freie, wo man sie langsam an die Sonnenstrahlen gewöhnt.
  • Der Vorteil bei ausgesäten Pflanzen liegt darin, dass diese weitgehend virusfrei sind. Das ist bei gekauften Exemplaren nicht immer der Fall!

Chili-Pflanzen überwintern

Die Überwinterung von Chili-Stauden ist nicht einfach. Das liegt an der typischen Lichtarmut unserer Winter, gepaart mit trockener Heizungsluft. An der Fensterbank überleben nur sehr robuste Sorten (zum Beispiel Sibirischer Hauspaprika). Und auch diese leiden im Zimmer oft unter Schädlingsbefall.

Besser ist es Chilis zurückzuschneiden und hell, kühl, aber frostfrei, bei fünf bis zehn Grad zu überwintern. Sollte auch das schiefgehen, dann säen Sie eben ab Ende Februar bis Anfang März neue Chilis aus.

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