Cranberry: Anbau im eigenen Garten

reife Cranberrys
Cranberrys sagt man heilende Kräfte nach - Fotonachweis: Viktor - stock.adobe.com

Früher dienten Cranberrys den Seeleuten als Vitamin C-Lieferant auf langen Schiffsreisen. Heute werden die Früchte in den USA, vor allem in Neuengland, großflächig angebaut und vermarktet. Im Artikel erklären wir, worauf Sie beim Anbau der roten Beeren achten sollten.

Woher stammen Cranberrys?

Cranberrys oder auch Moosbeeren (Vaccinium macrocarpon) stammen aus den Hochmooren des nordöstlichen Nordamerikas, sind inzwischen aber auch in mehreren Mooren Deutschlands eingebürgert. Bei uns findet man die Moosbeere häufig unter dem Namen „Kulturpreiselbeeren“ im Handel, sie schmeckt aber deutlich anders als echte Preiselbeeren.

Cranberry: Anbau im eigenen Garten

Cranberry-Pflanzen sind nicht besonders anspruchsvoll. Sie lieben ein Klima mit feucht-kühlen Sommern und vergleichsweise milden Wintern mit Temperaturen bis allerhöchstens 18 °C.

Eines aber brauchen Cranberrys unbedingt: einen sauren Boden! Die Moorpflanzen gedeihen nur dort, wo die Erde pH-Werte zwischen 4,0 und 5,0 aufweist. Auf saurem, humosen Boden wächst die Cranberry-Pflanze rasch zu einem dichten Teppich heran. In schneearmen Wintern sollte man sie mit einer Decke aus Tannenreisig schützen.

Kann man Cranberrys auch auf dem Balkon pflanzen?

Die immergrünen Bodendecker eignen sich auch zur Bepflanzung von Balkonkästen, Trögen und Schalen. Außerdem bietet sich die Moosbeere zur Gestaltung von Stein- und Heidegärten sowie zur Bepflanzung von Beeten, Böschungen, Feuchtzonen und Teichufern an.

Wann kann man Cranberrys ernten?

Cranberrys reifen zu bis zu 2 cm großen, knallroten Beeren heran, die im September/Oktober geerntet werden können. Ihr Fruchtfleisch ist knackig und schmeckt sauer bis herb. Die Cranberry ist besonders reich an Vitamin C und Kalium. Durch ihre speziellen Inhaltsstoffe und ihre Wachsschicht lassen sich die Beeren mehrere Monate lang lagern.

Haben Cranberrys eine heilende Wirkung?

Die Cranberry gilt als Heilmittel der traditionellen Naturheilkunde. Ihr werden viele gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt, unter anderem:

• Wachstumshemmung vieler krankheitserregender Mikroorganismen
• Linderung von Nieren- und Blasenentzündungen
• Vorbeugung wiederkehrender Blasenentzündungen
• Stärkung der Magen- und Darmflora sowie des Immunsystems

Teilen