Garten schützen vor Frost und Kälte

Garten schützen vor Frost und Kälte
Trockenmauern speichern tagsüber Wärme und geben sie in der Nacht ab © Annett Seidler / stock.adobe.com

Auch in rauen Regionen lässt sich das Klima im Garten verbessern. Mit diesen Maßnahmen werden Wind, Frost und Kälte abgeschwächt.

Frost und Kälte im Garten aussperren

Im Schutz einer grünen Hecke oder einem Pflanzstreifen aus Bäumen und Sträuchern gedeihen Pflanzen besser, denn Wind, Kälte und Frost bleiben draußen.

Ein vor Wind geschützter Garten ist im Frühjahr und im Herbst wärmer, weil kalte Luftströme ausgebremst werden. So können auch Beerenobststräucher, ein Erbsenspalier, Stangenbohnen oder auch eine Reihe hochwachsender Blumen oder Blütenstauden den dahinter wachsenden kleineren Pflanzen Schutz gewähren und ihr Gedeihen fördern.

Auch die späten Frühjahrsfröste und der erste Herbstfrost lassen sich auf diese Weise eine zeitlang aussperren oder zumindest abschwächen.

In Senken herrscht eisiges Klima

Kalte Luft sammelt sich immer an den tiefsten Stellen im Gelände, also in den Tälern und Mulden. Deshalb werden auch die dort liegenden Gärten immer leichter und früher vom Frost heimgesucht, als die höher gelegenen.

Um dort den Frost etwas länger aus dem Garten fern zu halten, reicht ein Gehölzstreifen allein nicht aus. Hier muss ein kleiner Erdwall quer zum Hang aufgeschüttet und mit Sträuchern bepflanzt werden. Die nachts abfließende kalte Luft sammelt sich hinter dem Wall und kann nicht so schnell in den Garten abfließen.

In einem kleinen Garten fehlt in der Regel der nötige Platz für einen Erdwall. Von Spezialfirmen werden heute lebende grüne Wände angeboten, deren äußere Hülle aus Weidenruten oder Metallgittergeflecht besteht und die innen mit Erde gefüllt werden. Sie nehmen weniger Grundfläche ein als ein aufgeschütteter Wall.

Gesundes Kleinklima fördern

In einem Garten, in dem ein regelmäßiger Wasserkreislauf stattfindet, entsteht innerhalb grüner Wände ein mildes Klima.

Bodenversiegelung vermeiden

Wo es wenige versiegelte Bodenflächen gibt, kann das Regenwasser überall gleichmäßig in den Boden eindringen und wieder verdunsten. Deshalb sollten wir eine Versiegelung des Bodens durch große gepflasterte Flächen vermeiden.

Gartenteich speichert Wärme

Auch ein Gartenteich trägt zum gesunden Klima bei. Das Wasser des Teiches speichert Wärme und trägt vor allem im Frühjahr und Herbst zum Temperaturausgleich bei.

Trockenmauer speichert Wärme

Dort wo es im Garten besonders kalt wird, können wir uns den Wärmespeicher-Effekt von Steinen zunutze machen. Eine geschickt angeordnete Trockenmauer tankt tagsüber Sonnenwärme und gibt sie nachts allmählich wieder ab. So haben Spätfröste im Frühjahr kaum eine Chance.

 

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