Den Herbst einfach mal Blau machen

Leseprobe aus kraut&rüben 9/2017

Den Herbst einfach mal Blau machen

Viele Stauden und Gehölze sind längst verblüht. Einige Spätzünder sorgen jetzt noch für Farbe, darunter viele Blaublütige, die eine besondere Atmosphäre verbreiten.

Blau ist für Gärtner eine ganz besondere Farbe. Vielleicht weil sie im Reich der Blüten eher selten vorkommt und ihr dadurch etwas Exklusives anhaftet. So bemühen sich noch heute viele Züchter voller Ehrgeiz, eine blaue Rose oder eine blaue Dahlie zu kreieren. Doch obwohl es von beiden Pflanzen bereits tausende Sorten gibt, will das einfach nicht gelingen. Umgekehrt geben Blaublüher für alle anderen Blütenfarben gute Beetpartner ab. Sie passen einfach immer und sind für Gärtner auch aus diesem Grund attraktiv.

Vielleicht trägt aber auch die besondere Ausstrahlung der Farbe zu ihrer Beliebtheit bei. Das kühle Blau beruhigt und erfrischt, es besänftigt, harmonisiert und lässt den Betrachter zur Ruhe kommen. Schließlich ist es die Farbe des Himmels und des Meeres, der Weite und des Horizonts. So erzeugen blaue Blüten im Garten ein Gefühl von Ferne und Distanz. Sie lassen den Garten größer erscheinen – ein willkommener Effekt auf kleinen Grundstücken. Ein blaues Beet am Zaun oder am Ende einer Blickachse rückt optisch zurück und zieht den Blick mit in die Ferne.

Seinen größten Charme entfaltet die dezente Farbe im gedämpften Licht: an absonnigen, leicht beschatteten Plätzen etwa sowie bei trübem Wetter und vor allem während der Dämmerung. Kein Zufall, dass die Zeit zwischen Sonnen–untergang und Dunkelheit am Abend auch die „blaue Stunde“ heißt. Bei diesen Lichtverhältnissen scheint Blau regelrecht von innen heraus zu strahlen und verleiht Beeten nahezu mystisches Flair (…)

Den vollständigen Artikel lesen Sie in kraut&rüben 9/2017

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