Der beste Ort fürs Obst-Spalier

Spalierobst
Pixabay

Die Hauswand ist ein spezieller Standort für den Obstgarten – aber nicht der schlechteste. Wer Obst auf kleinstem Raum ernten möchte, zieht es am besten als Spalier und nimmt dabei Rücksicht auf die Vorlieben der Arten.

Birnen, Pfirsiche und Aprikosen können gar nicht genug Sonne und Wärme abbekommen, deshalb lieben sie Süd- und Südwestwände, vor allem in rauen Lagen. Selbst Feigen können am Spalier vor einer Südwand gedeihen. Äpfeln ist es vor knallsonnigen Mauern dagegen zu heiß, Ihre Früchte verlieren dort an Aroma und ihre Blätter leiden unter Mehltau.

Süßkirschen würden den Platz an der Südwand zwar schätzen, aber sie wachsen zu stark. Man müsste sie ständig schneiden, und das vertragen sie nicht. Außer in Höhenlagen sind sie vor einer Westwand oder am besten frei stehend als Obsthecke besser aufgehoben. In Gebieten ohne starke Fröste gedeihen Äpfel auch vor einer Südost- oder Ostwand.

Sauerkirschen nehmen mit dem Westen vorlieb und vertragen in milden Klimaten auch Ostlagen. Im Winter sind Ostwände allerdings problematisch, insbesondere bei gedämmten Mauern, denn eisige Winde blasen meist aus dieser Richtung. Der Platz vor der Ostwand ist außerdem trocken, weil er im Regenschatten des Hauses liegt.

Wie Sie genau vorgehen, wenn Sie die Hauswand als Obstgarten nutzen wollen, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von kraut&rüben 02/2018.

Teilen