Die Apotheke im Garten

Zu den Kräutern, die  im Mai angepflanzt werden können, zählen Basilikum, Fenchel, Thymian und Oregano. Bei sachgerechter Aufbereitung können diese Heilpflanzen verschiedene Beschwerden lindern. 
 

Basilikum etwa wirkt heilsam bei Erkältungen und Fieber. Getrocknet kann er als Aufguss in heißem Wasser zur Inhalation und in Bädern verwendet werden.
 
Fenchel dagegen wirkt schleimlösend und daher gut bei Husten.  
 
Thymian wird aufgrund seiner antiseptischen Wirkung unter anderem bei Wundheilung eingesetzt und
 
Oregano zeichnet sich durch eine desinfizierende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt aus.

Kräuterspirale hat viele Vorteile

Wer möglichst viele Heilkräuter auf kleinem Raum im eigenen Garten pflanzen möchte, dem empfiehlt der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde den Bau einer sogenannten Kräuterspirale.

  
Vier Klimazonen

Dieses spezielle Beet vereint vier verschiedene klimatische Bereiche: Eine Wasserzone, eine Feuchtzone, eine Normalzone und eine Trockenzone. Jeder dieser Bereiche weist unterschiedliche Eigenschaften in punkto Bodenbeschaffenheit, Luftfeuchtigkeit und Oberflächentemperatur auf. So erhalten alle Kräuter optimale Wachstumsbedingungen auch ohne Düngen.
 
Ein weiterer Vorteil der Kräuterspirale: Durch das Zusammenwirken unterschiedlicher Heilkräuter treten hier wesentlich weniger Schädlinge auf als in herkömmlichen Gartenbeeten.

Und so wird’s gemacht:

Planen Sie eine Grundfläche von drei Quadratmetern eine Höhe von etwa einem Meter ein. Damit sich die verschiedenen Mikroklimate entwickeln, ist es notwendig, die Kräuterspirale nach Nord-Süd auszurichten.

 
Beginnen Sie mit dem Bau eines 40 bis 80 Zentimeter tiefen Teichs an der Südseite. Dieser speichert Wärme, liefert Wasser für die Wasserzone und reflektiert das Sonnenlicht. Von dort aus bauen Sie spiralförmig eine Mauer aufsteigend von außen nach innen, der Raum zwischen den Mauern sollte etwa 60 Zentimeter breit sein. In der Mitte der Spirale errichten Sie einen Steinhaufen. Dieser speichert Wärme und reguliert die Feuchtigkeit.
 
Jetzt können Sie sich um den Boden kümmern. In den Feuchtbereich kommt Erde mit Kompost, die eine direkte Verbindung zum Teich hat. Im Normalbereich verwenden Sie ein Gemisch aus Erde und Sand. Zum Trockenbereich wird der Erdgehalt geringer, so dass an der Spiralspitze ein magerer Boden entsteht.
  
Quelle:  BDG (Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V.)
 
 
 
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