Die Bohnen unserer Vorväter

Dicke Bohnen, auch Sau-, Puff- , Pferde- oder Ackerbohne genannt, gehören zu unseren ältesten Kulturpflanzen.

Bereits im ersten Jahrhundert n. Chr. wurden sie in Mitteleuropa angebaut.
Ihre kleinkörnigen Vorfahren  waren bei den alten Griechen und Römern eine der wichtigsten Nahrungspflanzen. Die Römer glaubten sogar, dass die Seele des Menschen nach seinem Tod vorübergehend in Bohnen wohnen müsste.
Hierzulande war die Puffbohne im Mittelalter eine der wichtigsten Nahrungsmittel- und Proteinlieferanten, denn die heute verbreiteten Stangen- und Buschbohnen kamen erst im 17. Jahrhundert aus Amerika nach Europa.
Dicke Bohnen wurden in den See- und Flussmarschen des Nordseegebietes angebaut, weil dort in dem salzhaltigen Boden weder Erbsen noch Linsen gediehen. Das Gemüse war dort sehr verbreitet,  denn die Pflanze verträgt feuchte, kalkhaltige Lehmböden und ist die einzige Hülsenfrucht, die auf den salzigen Böden in Meernähe gedeiht.

Nachdem die amerikanischen Phaseolus-Bohnen (Stangen-, Feuerbohnen) unsere Gärten eroberte, geriet das wertvolle Gemüse fast in Vergessenheit.

Eiweißreiches Gemüse

Im Rheinland gibt es noch einige typische Bohnenspeisen. Auch in Italien sind die deftigen Kerne traditionell beliebt – sie werden frisch und ungekocht als Knabberei verzehrt.
Die Körner enthalten viel Eiweiß und reichlich Mineralstoffe. Man kocht und verzehrt sie im allgemeinen im milchreifen Zustand, bevor sie mehlig werden.

Sie schmecken in Suppen und Eintöpfen, aber auch vorzüglich in Salaten.

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