Die Methusaleme unter den Rosen

Leseprobe aus dem kraut&rüben Extra 3/2019: ROSEN

Die Methusaleme unter den Rosen
Rote Kletterrose im Innenhof - Foto: Daan / stock.adobe.com

In Kloster- und Bauerngärten standen Rosen oft in buchsgefassten Beeten neben Heilkräutern. Diese und andere alte Rosen könnten viele Geschichten erzählen. Was sind historische Rosen?

 

Zu den jahrhundertealten Methusalemen unter den Rosen gehören:

Gallica-Rosen: Sie gelten als älteste und bedeutendste Stammmütter unserer Gartenrosen. Ihnen verdanken wir Sorten in dunklen Karminrosa- und Purpurtönen, die mit 1–1,5 m Höhe für Alte Rosen relativ klein wachsen.

Alba-Rosen: Dazu gehören die frosthärtesten und widerstandsfähigsten Sorten, die auch noch in Höhenlagen und im Halbschatten gedeihen. Oft werde sie sehr groß, bis 2,5 m. Wie der Name verheißt (alba = weiß), blühen die meisten weiß oder zartrosa.

Damaszener-Rosen: Sind benannt nach der syrischen Hauptstadt und bekannt für ihren orientalisch intensiven Duft. Mit der Herbst-Damazener-Rose (R. x damascena var. bifera) existierte schon früh eine Variante, die zweimal im Jahr blühte.

Zentifolien: Wörtlich übersetzt heißen sie die Hundertblättrigen, was auf ihre dicht gefüllten Blüten anspielt. Sie entstanden im 16. Jahrhundert in Holland und gingen bereits aus komplexen Kreuzungen hervor. Zu ihnen zählen auch die Moosrosen, die Drüsenhaare auf Kelchblättern, Fruchtknoten und Blütenstielen tragen, von denen ein harziger Duft ausgeht.

Uralt, aber modern

Im 19. Jahrhundert entstanden bereits Rosen, die in der Lage waren, im Herbst nachzublühen, zu remontieren. Man zählt sie noch zu den Alten Rosen, sie markieren jedoch bereits den Übergang zu den Modernen. Dazu gehören:

Portlandrosen mit ihren sitzenden Blüten,

Bourbonrosen, die im Herbst zu Hochform auflaufen,

Noisetterosen, deren Sorten fast ausschließlich klettern

und Remontantrosen mit ihren riesigen Blütenbällen    (…)

 

Lesen Sie weiter in unserem kraut&rüben Extra 3/2019 ROSEN

 

 

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