Gemüsegarten im Juli

Die wichtigsten Arbeiten

Gemüsegarten im Juli - die wichtigsten Arbeiten - Foto: Anchy / istockphoto.com

• Nun beginnt die freudvolle Erntezeit für den Gemüsegärtner. Nach den Frühgemüsen können Sie nach und nach auch die im Mai gepflanzten Gemüsesorten ernten.

• Die Frühkartoffeln purzeln nun aus der Erde um mitsamt ihrer feinen Schale gekocht und verzehrt zu werden. Ernten Sie nur für den Direktverbrauch! Frühkartoffeln sind leider nicht lange haltbar.

• Nach den Frühkartoffeln befindet sich der Boden in einem vorzüglichen Garezustand, gerade richtig für Erdbeeren als Folgekultur.

• Bei Salaten kann man jetzt aus dem Vollen pflücken und schneiden: Kopfsalat, Eissalat, Römischer Salat, Pflücksalat und alle zu einem Salat passenden Kräuter stehen zum Ernten bereit.

• Jetzt gibt es auch Buschbohnen, Frühmöhren, Rettiche, Frühlingszwiebeln, Schalotten, Perlzwiebelchen, Gurken, Zucchini, Paprika und Neuseeländer Spinat. Mangold kann weiterhin geerntet werden. Gegen Ende des Monats erröten endlich die ersten Tomaten.

• Wurzelgemüse sollten Sie regelmäßig ausdünnen: Einfach die dicksten Wurzeln ernten.

Aussaaten:

• In der ersten Juliwoche wird es Zeit für die allerletzte Aussaat von Buschbohnen. Möhren, Fenchel, Schnittsalat, Zuckerhutsalat, Winterrettich, Radieschen, Spinat und Rote Beete für die Herbsternte sollten nun auch gesät werden.

• Ab Mitte Juli beginnt die Aussaat von Chinakohl und Pak Choi.

• Säen Sie gegen Ende des Monats Frühlingszwiebeln.

• Pflanzen können Sie Eissalat, Römischen Bindesalat, Endivien, späte Kohlrabi, Grünkohl und Frühsorten von Wirsing und Blumenkohl.

Was sonst noch zu tun ist:

• Starkzehrer benötigen eine flüssige Kopfdüngung mit Brennnessel-Jauche. Zu den Starkzehrern gehören Tomaten, Kürbisse, Melonen, Gurken, Sellerie, alle Kohlarten, Gemüsepaprika aber auch Spargel und Rhabarber.

• Tomaten müssen  regelmäßig entgeizt werden.

• Häufeln Sie nun den Lauch an, damit er schöne weiße Schäfte entwickelt.

• Gurken sollten Sie bei Hitze regelmässig gießen. Zu trockener Boden verursacht Wachstumsstörungen und bittere Früchte!

• Wässern gehört zu den wichtigsten Pflegearbeiten im Sommer. Gießen Sie alle Pflanzen im Wurzelbereich. Es ist wirkungsvoller, das Erdreich ein- bis zweimal wöchentlich gründlich zu wässern, anstatt häufig nur wenige Tropfen zu verteilen. Der Sprenger darf nur frühmorgens eingeschaltet werden. Ein nasser Garten lockt am Abend Schnecken an.

• Durch Mulchdecken aus Gras oder kleingeschnittenen Pflanzenresten können Sie sich das Gießkannenschleppen sehr erleichtern. Wo die Schneckenplage groß ist, dürfen Sie nur sehr dünn mulchen.

Unter Glas:

• Bei allen Gurken werden die Mitteltriebe an Schnüren oder Stäben hochgeleitet. Bis auf 80 cm Höhe sollten sich am Haupttrieb keine Gurken entwickeln. Auch wenn es weh tut, entfernen Sie die kleinen Gürkchen. Die sich aus den Blattachseln entwickelnden Seitentriebe kürzt man auf ein Blatt und eine Frucht ein. Sobald der Gewächshausgiebel erreicht ist, werden die Pflanzen gekappt.

• Weiterhin ausreichend lüften, gießen, düngen und auf Schädlinge kontrollieren.

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