Die Zeit der späten Fröste

Spätfrost an Erdbeere
Foto: Volodymyr Shostak/stock.adobe.com

Strahlender Sonnenschein tagsüber und klare Nächte – das könnte gefährlich werden für Gemüse, Obstblüten und die jungen Triebe von Reben und anderen Gehölzen. In welchen Regionen Nachtfrost droht, lässt sich aus dem Wetterbericht oft nicht erschließen. Die Experten der Bayerischen Gartenakademie in Veitshöchheim geben Anhaltspunkte: „Kritisch sind die klaren Nächte. Um diese Jahreszeit kann die Temperatur bei wolkenlosem Himmel in der Stunde um 1 °C sinken.“ Bei einer Temperatur von 6 °C um 19 Uhr stellen sich die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie auf Frost ein. „Liegt Ihr Garten in einer Talsenke oder auf einer Anhöhe kann der Wert darunter und in einer geschützten Lage darüber liegen.

„Schuld“ an der Misere sind die Eisheiligen. In Norden Deutschlands gelten der 11.–13. Mai als frostige Tage, im Süden der 12.–15. Mai. Dieser Unterschied erklärt sich vermutlich damit, dass die Kaltfronten mit den eisigen Nachttemperaturen von Norden nach Süden ziehen und dort erst einige Tage später zuschlagen.

Die Eisheiligen

11. Mai: Mamertus
12. Mai: Pankratius
13. Mai: Servatius
14. Mai: Bonifatius
15. Mai: Sophie

Gemüse schützen

  • Zum Abdecken eignen sich verschiedene Materialien:
  • Vlies, Noppenfolie
  • alte Gardinen, leichte Decken
  • Eimer, große Töpfe und Kartons
  • Kisten mit Stroh gefüllt

Bei Hortensien erfrieren oft die Triebspitzen und damit die Blütenknospen. Gefrostete Salate, Zwiebeln, Selleriepflanzen oder Kohlrabis tauen zwar wieder auf, schossen aber oft wenige Wochen später. Erfrorene Kartoffeln erholen sich und treiben neu aus, der Frost wirft sie allerdings in ihrer Entwicklung weit zurück.

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