Disteln

Jetzt im Hochsommer erheben sie ihre filigranen Borstenköpfe.
 
Hinter der Sammelbezeichnung „Disteln“ stecken viele verschiedene Gattungen und Arten, die ansonsten oft wenig gemeinsam haben.
 
Von der stängellosen Silberdistel (Carlina acaulis), die sich eng an den Boden schmiegt, bis zur 3 m hohen Eselsdistel (Onopordum acanthium) – reicht die Palette der Gestalten.
 
Schmackhafte Artischocken (Cynara cardunculus), die im Gemüsegarten gehegt und gepflegt werden, gehören ebenso dazu wie Acker-Kratzdisteln (Cirsium arvense), die sich meist als ungebetene Gäste von alleine in den Beeten breit machen.
 
Heilpflanzen sind darunter wie die Mariendistel (Silybum marianum), die als Arznei gegen Leber- und Galleleiden dient, sowie Nutzpflanzen wie die Färberdistel (Carthamus tinctorius), die zur Ölgewinnung und zum Gelbfärben von Speisen verwendet wird. Alle Disteln entfalten jedoch Korbblüten.
 
So abweisend sie Zwei- und Vierbeinern gegenüber agieren, so anziehend wirken Distelblüten auf geflügelte Wesen. Schmetterlinge, Bienen und Hummeln umschwirren die oft violetten oder purpurfarbenen Blütenschöpfe gerne und diese belohnen sie für ihren Bestäubungsdienst mit nahrhaftem Nektar.
 
Disteln in kraut&rüben 8/2016
 
Ob in Royalblau oder Weiß, in kraut&rüben 8/2016 stellen wir Ihnen einige Vertreter der stacheligen Schönheiten vor.  Sie bezirzen nicht nur Gärtner, sondern auch Insekten.
 
 
 
 
 
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