Dünger-Trends im Biogarten

Mann bringt organischen Dünger aus
Foto: khaligo/stock.adobe.com

Auch Pflanzen ändern manchmal ihre Ernährungsgewohnheiten – weil immer mehr Biogärtner auf tierische Dünger aus Horn, Knochen und Federn verzichten möchten. Alternativen gibt es genug.

Lange Zeit galten Hornspäne und Mehl aus Horn, tierischen Knochen und Federn als gängige Dünger im Biogarten. Diese Mittel stammen jedoch meist aus Massentierhaltung und legen lange Transportwege, etwa aus Südamerika, zurück, bis sie in hiesigen Gartencentern landen.

Vegane Dünger

Deshalb greifen immer mehr Bio-Gärtner zu rein pflanzlichen Düngern. Forscher suchen schon länger nach einem würdigen Ersatz für Rizinusschrot. Der liefert dem Boden zwar viele Nährstoffe, bringt aber Haus- und Wildtiere in Gefahr und ist im Gartenhandel kaum mehr zu bekommen. Manchmal enthalten die gemahlenen Körner nämlich trotz Hitzebehandlung tödliche Spuren der giftigen Substanz Rizin. Versuche haben gezeigt, dass Körnerschrot aus Gelber Lupine fast die gleiche Nährstoffmenge speichert wie Rizinus. Ackerbohnenschrot enthält etwas weniger Stickstoff, gilt aber trotzdem als guter vegetarischer Dünger. Daneben führen Gartencenter und Baumärkte verschiedene pflanzliche Mittel, deren Haupt-Zutaten Traubentrester oder Zuckerrübenvinasse sind.

Tierisch, aber nachwachsend

Ein Trend-Dünger unter Biogärtnern stammt zwar von Tieren, seine Gewinnung schadet ihnen aber nicht: Schafwoll-Pellets. In Wolle lagert, wie in Horn, reichlich Stickstoff, außerdem Kalium und einiges mehr. Viele Schäfer lassen die stark verfilzte und verschmutzte Bauchwolle ihrer Tiere mittlerweile zu solchen Pellets pressen, weil sie sich nicht anderweitig verkaufen lässt. Damit keine Schadstoffe in den Boden gelangen, sollte der Schafwoll-Dünger von Tieren stammen, deren Fell nicht chemisch behandelt wurde – etwa zum Schutz vor Ungeziefer.

Mehr zu hornfreien Bio-Düngern lesen Sie in der aktuellen Mai-Ausgabe von kraut&rüben. Jetzt am Kiosk oder hier bestellen.

 

Teilen