Einen Apfel als Hausbaum

Apfel Hochstamm mit Leiter
Foto: Viktor Pravdica/stock.adobe.com

So nutzen Sie den knappen Platz in einem kleinen Garten gut aus – mit einem Apfelbaum, der Ihnen Schatten spendet, wunderschön blüht und körbeweise Früchte liefert. Für Container-Pflanzen ist auch jetzt noch Pflanzzeit.

Wählen Sie einen Baum aus, bei dem die Äste in 1,80–2 m Höhe ansetzen. Dann können Sie unter der Baumkrone hindurchgehen, ohne sich die Stirn zu stoßen. Praktisch ist, dass diese Hochstämme frostfestes Holz und robuste Wurzeln haben, die schwierige Bodenverhältnisse viel besser wegstecken als die kleinen Baumformen.

Neben den bekannten, weit verbreiteten Äpfeln hat jede Region eigene Landsorten, die noch heute als besonders vital gelten, weil sie an Klima und Boden ihrer jeweiligen Heimat angepasst sind.

Aber das Klima ändert sich und neue Krankheiten wurden eingeschleppt. Deshalb sind nicht alle alten Sorten gesünder als neue Züchtungen, bei denen Wert auf Widerstandsfähigkeit gelegt wurde. Moderne Sorten eignen sich dann als Hochstämme, wenn sie kräftig wachsen und nicht zu klein bleiben.

Welche Sorte soll es sein?

Eine wunderbare Sorte ist zum Beispiel ‘Boskoop’. Seine großen aromatisch-säuerlichen Äpfel reifen im Oktober. ‘Freiherr von Berlepsch’ braucht einen warmen Platz auf gutem Boden, dann wächst er sehr gesund und liefert hoch-aromatische saftige Früchte ab Oktober. Auch ‘Jakob Fischer’, ab September erntereif, ist als stark wachsende, schorffeste Sorte ein guter Hochstammapfel. Besonders frostfest und für Höhenlagen geeignet sind ‘Schöner von Nordhausen’ mit feinwürzigem Aroma und der feste, erfrischende ‘Bohnapfel’. Beide werden im Oktober gepflückt und schmecken nach 6 Wochen Lagerung.

Gleich, welche Sorte Sie wählen, in der Nachbarschaft sollten andere Äpfel wachsen, damit die Blüten Ihres Hausbaums bestäubt werden. Trotzdem tragen Hochstamm-Bäume erst nach ein paar Jahren Früchte. Dafür werden sie 100 Jahre alt. Die Bäume brauchen mindestens 5 x 5 m Platz.

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