Elfenblumen – elegante Schönheiten

Wie kleine Elfen tanzen die Blüten im Frühjahr über dem zarten Blätterdach. Diese zierlichen Blüten und Blattaustriebe haben der Pflanze ihren Namen eingebracht. Die Rede ist von Elfenblumen (Epimedium).
 
Elfenblumen sind Waldpflanzen, die sich besonders im lichten Schatten wohl fühlen. Sie kommen in der nördlichen Hemisphäre von den Südalpen bis nach Algerien, Japan und China vor und haben sich nicht nur unter Experten einen Namen gemacht.
 
„Viele Arten und Sorten sind schon in deutschen Gärten verbreitet“, weiß Anne Eskuche, Staudengärtnerin aus Ostenholz. Es gibt allerdings ständig neue gartenwürdige Arten und Hybriden zu entdecken. Der Bund deutscher Staudengärtner hat die Elfenblumen wegen ihrer Schönheit und Robustheit zur `Staude des Jahres 2014‚ gekürt.
 
Blütenzartheit kombiniert mit Robustheit
 
„Der Name `Elfenblume‘ drückt eine gewisse Zartheit aus“, so Eskuche. „Sieht man die zierlichen Blüten und den zarten Austrieb der Blätter, so glaubt man anfangs nicht, dass sich daraus widerstandsfähige, ledrige Blätter und eine robuste Pflanze entwickeln“, erklärt die Staudengärtnerin.
 
Allen Elfenblumen gleich ist die charakteristische Blütenform, die aus vier inneren und vier äußeren Blütenblättern besteht. Die äußeren Blütenblätter sind teilweise als Sporne ausgebildet, was den Blüten noch mehr Anmut verleiht. Die Farbpalette der Elfenblumen reicht von Goldgelb über Hellgelb, Weiß, Rosa, Rot bis hin zu Violett, oft sind sie auch zweifarbig. „Die Blüten vieler Arten sind dezent und es lohnt sich, genauer hinzuschauen“, rät die Expertin – wie bei der Alpen-Elfenblume (Epimedium alpinum). Bis zu 25 zweifarbige rot-gelbe kleine Einzelblüten erscheinen ab April an zierlichen Rispen.
 
Der anspruchslose, sommergrüne Bodendecker breitet sich durch Ausläufer aus und verträgt auch Trockenheit sehr gut. Blütenschönheiten beinhalten auch Sorten von Epimedium grandiflorum. `Akebono‘ ist eine Sorte, die durch ihre reiche Blüte in Weiß mit Lilarosa besticht. Sie wird nur ca. 20 cm hoch und ist eine sehr verträgliche, horstig wachsende Neuheit.
 
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