Erbsen

Im Mittelalter galt die Erbse nicht nur als ausgezeichnetes Nahrungsmittel für den Winter, sondern auch als Fruchtbarkeitszauber und als Mittel gegen Geister.
  
Dass der Genuss von Erbsen die Fruchtbarkeit fördert und die Stimmung steigert, hat sich heute bestätigt – das liegt an ihren hohen Gehalten an Vitamin, Zink und Eiweiß.

Die Körner wurden damals immer getrocknet. Erbsen unreif zu ernten und frisch zu verzehren ist eine relativ junge Mode des 19. Jahrhunderts.
 
Heute unterscheidet man folgende Erbsentypen:
 
> Markerbsen besitzen getrocknet ein runzeliges Korn. Getrocknete Erbsen werden trotz Kochens nicht weich. Frisch sind die Körner relativ groß, zart und schmecken durch ihren hohen Zuckergehalt süß. Die Pflanzen vertragen keine Temperaturen unter – 3 °C.
 
> Pal- oder Schalerbsen sehen getrocknet rund und glatt aus. Sie enthalten viel Stärke und wenig Zucker. Sie vertragen bis zu – 5 °C, weshalb man sie auch gerne in rauen Lagen anbaut. Sehr früh und unreif geerntet schmecken auch Palerbsen süß. Getrocknete Palerbsen werden nach dem Einweichen und Kochen wieder weich.
 
>Zuckererbsen besitzen keine Pergamentschicht an der Innenseite ihrer Hülsen, sodass man die ganze, süße und saftige Hülse gekocht oder roh verzehren kann. Die Hülsen sollten bei der Ernte ausgewachsen sein, die Kerne darin aber noch ganz klein und unreif.
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