Gemüseeule – Welches Tier frisst Tomaten?

Erdraupen der Gemüseeule
Wie kommen die Löcher in die Tomaten? - Foto: phitak / stock.adobe.com

Wer macht denn so etwas? Über Nacht sehen die Tomaten im Garten wie angebissen aus. Verursacher dafür könnten die Raupen der Gemüseeule sein. Wie erkennt man diese Raupen und was kann man tun?

Gemüseeule an Tomaten

Gemüseeulen (Lacanobia oleracea syn. Mamestra oleracea) sind unaufällige Nachtfalter mit bräunlichen oder grauen Flügeln.

Eulenfalter-Raupen überwintern oft im Boden und verwandeln sich im Frühjahr in glänzend braune Puppen. Im frühen Sommer (Juni bis Juli) legen sie ihre Eier an die Unterseite von Blättern. Bei einigen Eulenfalter-Arten fliegt im späten Sommer (August bis September) eine zweite Generation zur Eiablage aus.

Gemüseeulen kommen in der Nacht

Ihre Raupen verstecken sich tagsüber in Erdlöchern, in der Nähe der Futterpflanzen. Erst bei Dunkelheit kommen sie heraus und laben sich nicht nur an Tomaten. Gefährdet durch die Erdraupen sind zum Beispiel auch Salate, Möhren, Zwiebeln, Kohl oder Erdbeeren.

Wie erkennt man die Erdraupen der Gemüseeule?

Die dicken Raupen der Eulenfalter sind braun, grünlich oder grau gefärbt und rollen sich sofort zusammen, wenn man sie in die Hand nimmt.

Schadbild von Gemüseeulen

Ob Gemüseeulen am Werk waren, erkennt man an Löchern in Blättern und Früchten, beispielsweise von Tomaten und Paprika. Meist hinterlassen die Raupen auch ihren Kot. Gemüseeulen sind auch unterhalb der Erde aktiv. Wenn Pflanzen plötzlich umfallen, kann es sein, dass Wurzeln und Stängel abgebissen wurden.

Was tun gegen Erdraupen?

Gefährdete oder bereits betroffene Pflanzen nach Eiern und jungen, gerade ausgeschlüpften Raupen absuchen. Die abgesammelten Tiere werden am besten auf Futterpflanzen wie Brennnesseln abgesetzt.

  • Tagsüber den Boden um diese Pflanzen aufgraben und versteckte Tiere aufspüren.
  • Nachts mit der Taschenlampe nach Raupen suchen.
  • Das Gemüse mit Vlies und Netzen abdecken und schützen.
  • Den Boden öfter hacken.
  • Mischkulturen pflanzen.
  • Mit Farnkraut mulchen.
  • Die Pflanzen und den Boden mit Pflanzenbrühen (Rainfarn, Wermut) besprühen und gießen.
  • Natürliche Feinde fördern: Spitzmäuse, Igel, Amseln, Schlupfwespen, Käfer.
  • Hühner auf abgeernteten Beeten scharren lassen.
  • Als härtere Abwehr: Bacillus-thuringiensis-Präparate am Abend ausspritzen

 

 

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