Woher kommen die Löcher in den Tomaten?

Erdraupen der Gemüseeule
"Welches Tier frißt meine Tomaten?" - Foto: phitak / stock.adobe.com

Wer macht so etwas? Über Nacht sehen die Tomaten im Garten wie angebissen aus. Verursacher dafür könnten die Raupen der Gemüseeule sein. Wie erkennt man diese Raupen und was kann man tun?

Gemüseeulen (Lacanobia oleracea syn. Mamestra oleracea) sind unaufällige Nachtfalter mit bräunlichen oder grauen Flügeln. Bei einigen Arten fliegt im Spätsommer eine zweite Generation zur Eiablage aus.

Sie kommen in der Nacht

Ihre Raupen verstecken sich tagsüber in Erdlöchern, in der Nähe der Futterpflanzen. Erst bei Dunkelheit kommen sie heraus und laben sich nicht nur an Tomaten. Gefährdet durch die Erdraupen sind zum Beispiel auch Salate, Möhren, Zwiebeln, Kohl oder Erdbeeren.

Wie erkennt man die Erdraupen der Gemüseeule?

Die dicken Raupen der Eulenfalter sind braun, grünlich oder grau gefärbt und rollen sich sofort zusammen, wenn man sie in die Hand nimmt.

Was tun gegen Erdraupen?

• Gefährdete oder bereits betroffene Pflanzen nach Eiern und jungen, gerade ausgeschlüpften Raupen absuchen. Die abgesammelten Tiere werden am besten auf Futterpflanzen wie Brennnesseln abgesetzt.

• Tagsüber den Boden um diese Pflanzen aufgraben und versteckte Tiere aufspüren.

• Nachts mit der Taschenlampe nach Raupen suchen.

• Das Gemüse mit Vlies und Netzen abdecken und schützen.

• Den Boden öfter hacken.

• Mischkulturen pflanzen.

• Mit Farnkraut mulchen.

• Die Pflanzen und den Boden mit Pflanzenbrühen (Rainfarn, Wermut) besprühen und gießen.

• Bacillus-thuringiensis-Präparate ausspritzen.

• Natürliche Feinde fördern: Spitzmäuse, Igel, Amseln, Schlupfwespen, Käfer.

• Hühner auf abgeernteten Beeten scharren lassen.

 

 

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