Erdbeeren

Die süßen Früchtchen gibt es in zahlreichen Sorten, die sich in Form, Farbe und Geschmack unterscheiden.
 
Für jeden Geschmack die richtige Sorte
 
Die unscheinbare Walderdbeere (Fragaria vesca) ist in Europa heimisch. Sie hat ein intensives Aroma, ist aber sehr klein. Im Garten verbreitet sie sich durch ihre Ausläufer und kann gut als Bodendecker im lichten Schatten unter Bäumen genutzt werden. Die Früchte bilden sich in den Monaten Juni und Juli. Am besten werden Walderdbeeren pur genascht, da beim Einkochen die Bitterstoffe aus den kleinen Nüsschen vorherrschen können.
 
Die Monatserdbeere stammt von der Walderdbeere ab, schmeckt aber etwas weniger intensiv. Dafür liefert sie „monatelang“ größere Früchte – von Juni bis Dezember. Damit kann man Kinder fürs Gärtnern begeistern. Monatserdbeeren sind gut geeignet zur Randbepflanzung von Beeten, für den Balkon und als Kübelpflanzen. Auch in Gewächshäusern kann man sie kultivieren und im Winter frische Früchte ernten.
 
Die großfruchtige Gartenerdbeere (Fragaria ananassa) ist eine zufällige Kreuzung aus zwei amerikanischen Wilderdbeersorten. Haus- und Kleingärtner greifen gerne zu Sorten wie „Senga Sengana“ und „Mieze Schindler“. Wer regelmäßig ernten möchte, sollte alle zwei Jahre den Bestand mit neuen Pflanzen auffrischen, da der Fruchtertrag mit der Zeit abnimmt. Als Vorkultur eignen sich Salate, Erbsen, Bohnen oder Radieschen.
 
Die Moschus- oder Zimterdbeere (Fragaria moschata) ist eine alte Kulturpflanze und hat ein besonders Aroma, das an Muskat erinnert. Sie liebt feuchte und geschützte Standorte. Da sich die Pflanzen in der Regel nicht selbst befruchten können, müssen Gartenerdbeeren dazu gepflanzt werden. Für einen guten Ertrag ist ein nicht zu trockener und nährstoffreicher Boden wichtig.
 
Eine pflegeleichte Variante für den Hausgarten ist die Erdbeerwiese, ein Mischling aus Garten- und Walderdbeere. Sie bildet reichlich Ranken und ist daher vor allem als Bodendecker für naturnahe Pflanzungen geeignet, etwa an Hanglagen. Die Erdbeerwiese gedeiht besonders gut auf locker-humosen bis sandig-lehmigen Böden. Die Früchte haben ein intensives Aroma.
 
Quelle: Heike Kreutz, www.aid.de
Foto: Andreas Hermsdorf  / pixelio.de

 

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