Erdbeeren vermehren

Erdbeer-Ausläufer
Foto: elenamas_86/stock.adobe.com

Alle einmaltragenden Erdbeersorten bilden Ausläufer. Sie werden zwar erst im August ins neue Beet verpflanzt, doch in diesen Wochen ist die beste Zeit, die Erdbeerstöcke auszusuchen, von denen man Nachwuchs ziehen will. 

Wählen Sie kräftige Pflanzen aus, die zahlreiche, große, wohlgeformte Früchte tragen. Wichtig ist auch, dass sie absolut gesund sind, ansonsten lohnt sich der Aufwand nicht. Markieren Sie diese mit farbigen Strohhalmen oder Stöckchen, und zwar nach Sorten getrennt.

Wann und wie viele Ausläufer die Pflanzen bilden, hängt neben der Sorte auch von der Witterung ab. Bei „Wachswetter“, wie die Bauern sagen, also Wärme und ausreichend Regen, schieben die Pflanzen viele Ableger übers Gartenbeet. In feuchtem Boden bewurzeln sie zügig, wenn Gärtner sie nicht daran hindern. Zum Vermehren eignen sich am besten die Pflänzchen, die nahe bei der Mutterpflanze stehen. Sie sind am kräftigsten und wohl genährt. Sobald sie im Topf eingewurzelt sind, kappt man rechts und links die Nabelschnur und päppelt die Pflanzen bis August auf. Sie dürfen nie austrocknen und erhalten wöchentlich etwas Dünger ins Gießwassser.

Nicht von schlechten Eltern

Wer Erdbeeren selbst vermehren möchte, sollte auf diese Eigenschaften der Mutterpflanzen achten:

  1. Der Geschmack fällt besonders dann unterschiedlich aus, wenn Sie alte Züchtungen, verschiedene Sorten oder Pflanzen unbekannter Herkunft testen. Die Früchte einer Sorte schmecken gleich. Unterschiede gehen allenfalls auf den Reifegrad zurück oder darauf, ob die Frucht in der prallen Sonne hängt sowie unbeschädigt oder gesund ist.
  2. Fruchtgröße und Ertrag hängen nicht nur von der Sorte ab. Auch unterschiedliche Böden oder Schattenwurf innerhalb eines Beetes und vor allem das Alter sowie der Gesundheitszustand der Pflanzen können zu mehr oder weniger großen Früchten führen.
  3. Gesunde Pflanzen sind ganz wichtig. Die Mutterpflanzen sollten sich durch üppiges Wachstum und große, dunkelgrüne Blätter auszeichnen.
    Exemplare mit gelblichen, verkrüppelten Herzblättern sind ebenso tabu wie solche mit sehr vielen roten oder ringförmig rot-weißen Pilz-Flecken auf ihren Blättern.
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