Herbstgemüse ernten und einräumen

Herbstgemüse ernten und einräumen
Herbstgemüse im Beet – Foto: audaxl / stock.adobe.com

Welches Herbstgemüse muss rein, welche Gemüse sind winterfest und können draußen bleiben? Wie wird Salat überwintert?

Bevor die kalte Jahreszeit beginnt und der Gärtner sich im Herbst in die warme Stube zurückzieht, gibt es im Gemüsegarten noch einiges zu tun.

Diese Herbstgemüse-Arten sind winterfest:

  • Spinat
  • Feldsalat
  • Hirschhornwegerich
  • Winterportulak
  • Löffelkraut
  • Grünkohl
  • Rosenkohl
  • Lauch
  • Winterzwiebeln

Auf winterfestes Gemüse achten!

„Winterfest“ stimmt allerdings nur dann uneingeschränkt, sofern man beim Kauf der Samen oder Pflanzen auf die richtige Sorte geachtet hat. Denn von einigen Herbstgemüse-Arten wie Feldsalat oder Lauch gibt es auch Sorten, die sich nicht oder nur bedingt zum Überwintern auf dem Beet eignen.

Im übrigen ist nicht nur die Winterhärte von Gemüse entscheidend, auch das Kleinklima, das am Standort herrscht. So entwickeln sich kälteempfindliche Pflanzen im Herbst auch in kühlen Gegenden gut, wenn beispielsweise eine Hügelkette, eine Hecke oder die Hauswand kalten Wind abhalten.

Herbstgemüse ernten – sonnige Tage nutzen

Die Erntesaison von Endivien, Chinakohl und Brokkoli reicht bis weit in den Winter hinein.

In der kalten Jahreszeit wachsen Salate und Herbstgemüse zwar kaum mehr, auf dem Beet bleiben sie allerdings lange frisch.

Geerntete Brokkoli-Knospen verderben in der Küche innerhalb kurzer Zeit, sie verblassen und welken.

Alle Herbst- und Wintergemüse dürfen niemals geerntet werden, solange sie gefroren sind.

Herbstsalat überwintern

In rauen Gegenden, wo reichlich Schnee fällt oder häufig Dauerfrost herrscht, ist es deshalb ratsam, Chinakohl, Endivie und andere ausgewachsene Salate an einem kühlen, frostfreien Ort zu überwintern.

Man reißt im Herbst ab Ende Oktober, Anfang November die gut abgetrockneten Pflanzen mit den Wurzeln aus, entfernt beschädigte, kranke oder verschmutzte Blätter, wickelt jeden Salat einzeln in Zeitungspapier und stellt ihn senkrecht in eine Kiste oder Wanne. Da die Wurzeln nicht entfernt wurden, läuft der Stoffwechsel weiter. Energie und Nährstoffe holt sich die Pflanze aus den äußeren Blättern, die bei längerer Lagerung mit der Zeit vergilben. Das Innere bleibt jedoch knackig frisch.

Halbwüchsige Salate können im Herbst auf den Beeten verbleiben, sie überstehen Frost und Nässe deutlich besser als ausgewachsene Köpfe. Sie legen im Frühjahr sogar noch etwas an Größe zu. Anschließend sollte man allerdings zügig ernten, bevor die Pflanzen zu blühen beginnen.

Chicoréewurzeln ernten

Chicoréewurzeln rodet man Anfang November und holt sie zum Antreiben ins Haus. Hier gibt es mehr Infos über  Chicorée.

Herbstgemüse richtig schützen

Alle Herbstgemüse-Arten, die auf dem Beet bleiben, kann man mit Laub, Reisig oder Fichtenzweigen abdecken, um sie bis zu einem gewissen Grad vor Schnee und Nässe zu schützen und um im Winter das Ernten zu erleichtern.

Wer auf Vlies oder Folie zurückgreift, muss darauf achten, dass diese nicht auf dem Gemüse aufliegen, was zu Fäulnis führt. Und er muss regelmäßig darunter nach dem Rechten sehen, weil sich dort im Herbst gerne Mäuse einrichten.

Welches Gemüse kommt im Herbst rein?

Wurzel- und Knollen-Gemüse wie Möhren, Rote Bete, Sellerie, Schwarzwurzeln sowie Kopfkohl holt man im Herbst von den Beeten und lagert sie frost- und mäusesicher ein. Manche von ihnen vertragen zwar Frost, aber mitten im Winter gestaltet sich die Ernte des Herbstgemüses im eingeschneiten Garten oder auf gefrorenem Boden oft schwierig.

 

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