Ernten und einräumen im Gemüsegarten

Ernten und einräumen im Gemüsegarten
Richtig geschützt, kann Gemüse lange draußen bleiben - Foto: panthermedia.net / Uwe Gernhoefer

Welche Gemüsearten müssen rein, welche sind winterfest und können draußen bleiben? Wie wird Salat überwintert?

Bevor die kalte Jahreszeit beginnt und der Gärtner sich in die warme Stube zurückzieht, gibt es im Gemüsegarten noch einiges zu tun.

Diese Gemüse-Arten sind winterfest:

Spinat
Feldsalat
Hirschhornwegerich
Winterportulak
Löffelkraut
Grünkohl
Rosenkohl
Lauch
Winterzwiebeln

Auf winterfeste Sorten achten!

„Winterfest“ stimmt allerdings nur dann uneingeschränkt, sofern man beim Kauf der Samen oder Pflanzen auf die richtige Sorte geachtet hat. Denn von einigen Gemüse-Arten wie Feldsalat oder Lauch gibt es auch Sorten, die sich nicht oder nur bedingt zum Überwintern auf dem Beet eignen.

Im übrigen ist nicht nur die Winterhärte von Pflanzen entscheidend, auch das Kleinklima, das am Standort herrscht. So entwickeln sich kälteempfindliche Pflanzen auch in kühlen Gegenden gut, wenn beispielsweise eine Hügelkette, eine Hecke oder die Hauswand kalten Wind abhalten.

Sonnige Tage nutzen

Die Erntesaison von Endivien, Chinakohl und Brokkoli reicht bis weit in den Winter hinein.

In der kalten Jahreszeit wachsen Salate und Gemüse zwar kaum mehr, auf dem Beet bleiben sie allerdings lange frisch.

Geerntete Brokkoli-Knospen verderben in der Küche innerhalb kurzer Zeit, sie verblassen und welken.

Alle Wintergemüse und -Salate dürfen niemals geerntet werden, solange sie gefroren sind.

Wintersalate überwintern

In rauen Gegenden, wo reichlich Schnee fällt oder häufig Dauerfrost herrscht, ist es deshalb ratsam, Chinakohl, Endivie und andere ausgewachsene Wintersalate an einem kühlen, frostfreien Ort zu überwintern.

Man reißt Ende Oktober, Anfang November die gut abgetrockneten Pflanzen mit den Wurzeln aus, entfernt beschädigte, kranke oder verschmutzte Blätter, wickelt jeden Salat einzeln in Zeitungspapier und stellt ihn senkrecht in eine Kiste oder Wanne. Da die Wurzeln nicht entfernt wurden, läuft der Stoffwechsel weiter. Energie und Nährstoffe holt sich die Pflanze aus den äußeren Blättern, die bei längerer Lagerung mit der Zeit vergilben. Das Innere bleibt jedoch knackig frisch.

Halbwüchsige Salate können auf den Beeten verbleiben, sie überstehen Frost und Nässe deutlich besser als ausgewachsene Köpfe. Sie legen im Frühjahr sogar noch etwas an Größe zu. Anschließend sollte man allerdings zügig ernten, bevor die Pflanzen zu blühen beginnen.

Chicorée

Die Pflanzen rodet man Anfang November und holt sie zum Antreiben ins Haus.

Richtig schützen

Alle Gemüse, die auf dem Beet bleiben, kann man mit Laub, Reisig oder Fichtenzweigen abdecken, um sie bis zu einem gewissen Grad vor Schnee und Nässe zu schützen und um im Winter das Ernten zu erleichtern.

Wer auf Vlies oder Folie zurückgreift, muss darauf achten, dass diese nicht auf den Pflanzen aufliegen, was zu Fäulnis führt. Und er muss regelmäßig darunter nach dem Rechten sehen, weil sich dort gerne Mäuse einrichten.

Was kommt rein?

Wurzel- und Knollen-Gemüse wie Möhren, Rote Bete, Sellerie, Schwarzwurzeln sowie Kopfkohl holt man im Laufe des Monats von den Beeten und lagert sie frost- und mäusesicher ein. Manche von ihnen vertragen zwar Frost, aber mitten im Winter gestaltet sich die Ernte im eingeschneiten Garten oder auf gefrorenem Boden oft schwierig.

 

Teilen