Erste Schritte zum Gemüsebeet

Schaufel steckt in Erde
Pixabay

Sie wünschen sich noch mehr Platz fürs Gemüse? So entsteht im Handumdrehen ein fruchtbares Beet.

  1. Die beste Zeit, ein Gemüsebeet anzulegen, ist im zeitigen Frühjahr oder Herbst. Wer einen geeigneten Standort gefunden hat, wird in aller Regel feststellen, dass der Platz schon besetzt ist. Rasen, Giersch, Brennnesseln, wilde Brombeeren oder ein Trupp betagter Stauden haben dort ihren Stammplatz. Sie müssen weichen. Da sollte sich der Gärtner auf keine Kompromisse einlassen, denn gegen diese konkurrenzstarken Pflanzen würde jedes Gemüse den Kürzeren ziehen.
    Zunächst steckt man mit Hilfe einer Schnur, von Brettern, einer weißen Markierung mit Kalk oder mit anderen Hilfsmitteln das zukünftige Gemüsebeet ab. Dann gräbt man entlang der Grenze den Pflanzenbewuchs ab. Stauden hebelt man aus der Erde, verpflanzt sie oder wirft sie auf den Kompost. Alsdann arbeitet man sich nach und nach ins Innere vor.
  2. Soll ein dicht bewachsenes Staudenbeet in ein Gemüsebeet umgewandelt werden, hat es der Gärtner einfach. Es hinterlässt meist einen weitgehend unkrautfreien, feinkrümeligen Boden, der kaum gejätet, lediglich mit Kompost verbessert wird, bevor Gemüse und Salate ihn besiedeln dürfen. Alle anderen Flächen müssen so gründlich wie möglich gejätet werden. Den Wurzeln von Giersch, Quecke und Winde sollte man so tief wie möglich nachgraben und sie herausziehen. Das ist mühsam, doch wenn die Erde nicht zu feucht und nicht zu trocken ist, geht die Prozedur relativ flott von der Hand.
  3. Anschließend zerschlägt man mit einem Krail (Misthacke) die grobschollige Erde, ebnet sie ein und fischt die letzten Wurzelreste und größeren Steine heraus.
  4. Zuletzt wird Kompost als Humuslieferant oberflächlich in den feinkrümeligen, unkraut- und weitestgehend steinfreien Boden eingeharkt – und dann kann es schon losgehen.

 

Tipps für besseren Boden:

  • Rasen sticht man je nach Erdbeschaffenheit mit einer Grabegabel oder einem Spaten in handlichen Vierecken flach ab und schichtet die Soden mit dem Bewuchs nach unten auf einen Haufen. Das ergibt innerhalb weniger Monate eine herrliche Rasenerde, die dann zurück auf die Beete wandert.
  • Die Bodenschicht unter der Grasnarbe wird gut spatentief umgegraben. Erweist sie sich als schwer und lehmig, schaufelt man die obenauf liegende Erde aus dem zukünftigen Beet heraus, legt sie auf die Seite und lockert die nun verdichtete, untere Bodenschicht mit der Grabegabel.
  • Die auf die Seite gelegte Erde wird mit reichlich Kompost und organischen Dauerdüngern, zum Beispiel Hornspänen, getrocknetem Mist aus der Tüte und/oder anderen organischen Bodenverbesserern (wie Oscorna BodenAktivator, Neudorff TerraPreta BodenAktivator) nach der Anweisung auf der Packung vermengt und dann aufs Beet geschaufelt und dort gleichmäßig verteilt.
  • Sandigen Erden mischt man noch etwas Tonmehl(Bentonit) bei, saure Böden erhalten Algenkalk.

Mehr praxisnahes Wissen für alle Biogärtner in kraut&rüben EXTRA Biogärtnern. Jetzt am Kiosk!

Teilen