Essbare Blüten

Borretschblüte Herbert Walter Krick  / pixelio.de
Borretschblüte Herbert Walter Krick / pixelio.de

Borretschblüten riechen süßlich und schmecken nach Gurke. 
 
Die Taglilie (Hemerocallis) zum Beispiel ist eine blütenreiche und unempfindliche Staude, die je nach Sorte von Mai bis Anfang September blüht. Sowohl die Knospen, die ein pfeffriges Aroma besitzen, als auch die Blüten sind essbar. Als Dekoration für Teller oder Salate eignen sich die gelb-, orange- oder rotfarbigen Taglilienblüten ebenfalls.
 
Schönheit mit Geschmack verbindet auch der rotlaubige Fenchel (Foeniculum vulgare `Atropurpureum‘) mit seinen gelbgrünen und duftenden Blüten. Die Knollen des gelben Fenchels lassen sich auch als Gemüse essen. Rotlaubiger Fenchel jedoch bildet keine Knollen. Die Italiener dünsten daher gerne den ganzen Fenchel, deren junge, fedrige Blätter nach Anis schmecken und sich auch zur Dekoration von Speisen eignen.
 
Ein besonderer Genuss ist Mangold. Das rot- oder gelbstielige Gemüse bringt nicht nur Farbe ins Beet, sondern auch Geschmack auf den Teller. Für Orels Lieblingsrezept werden die Stängel des Mangolds zerkleinert und in Öl angebraten. Gewürzt mit Curry und Pfeffer entsteht ein kernig knackiges Gemüsegericht.
 
Bei Kindern besonders beliebt ist der Waldmeister (Galium odoratum), der für ein schattiges Plätzchen dankbar ist. Die weißen Sternenblüten und der Duft erfreuen gleichermaßen. Vor der Blüte liefert das Laub die Zutaten zur Waldmeisterbowle.
 
Der anspruchslose, einjährige Borretsch (Borago) blüht blau. Seine hübschen Blüten schmecken süßlich, erinnern ein we-nig an Honig und riechen nach Gurke. Zudem ist Borretsch bei vielen Insekten beliebt, die Pflanzen säen sich selbst aus und ergeben immer wieder neue Gartenbilder.
 
Staudentipp
 
Die Fetthenne (Sedum) wurde vom Bund deutscher Stau-dengärtner zur Staude des Jahres gewählt. Zu dieser Gat-tung gehört auch die Tripmadam (Sedum reflexum), ein fast vergessenes Salatkraut.
 
Die Pflanze hat dekorative nadelartige, rötlichgrüne und fleischige Blätter und wird 10 bis 15 Zentimeter hoch. Sie blüht gelb von Juli bis September und gedeiht besonders gut an trockenen, sonnigen Standorten.
 
In der Küche verwendet man die jungen Triebspitzen. Fein gehackt ergänzen sie nicht nur Frühlingssuppen und -salate, sondern auch Remouladen und Kräuterquark. Es entwickelt sich ein leicht scharfes, pfeffriges Aroma. In Essig eingelegt sind sie eine säuerlich-erfrischende Beigabe. Zusammen mit Zitronenmelisse wird Tripmadam traditionell zur Herstellung von Kräuteressig genutzt.
 
Eine neue Sorte ist die Gold-Tripmadam (Sedum reflexum `Angelina‘). Diese zierende Form von Sedum reflexum glänzt mit einer auffälligen, orangegelben Laubfarbe. Im Herbst färben sich die Blätter wunderbar kupferrot. Sie besiedelt selbst karge Standorte und ist eine wertvolle Bienennährpflanze. Mit ihrem auffälligen Laub sorgt sie sowohl im Garten, als auch auf dem Salatteller für ein buntes Farbenspiel.

Quelle: GMH

 
Foto: Herbert Walter Krick  / pixelio.de

 

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