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Essbare Blüten: Rezepte mit Salbei, Löwenzahn, Veilchen

Essbare Blüten: Rezepte mit Salbei, Löwenzahn, Veilchen
Essbare Blüten bringen Farbe auf den Teller.

Ein Trend folgt auf den anderen. Mit dem Bärlauch haben viele Menschen ihre Sammelleidenschaft entdeckt. Das hat weitere Wildkräuter ins Blickfeld gerückt: Giersch, Brennnessel, Löwenzahn und schließlich auch Blüten. Heute serviere ich Ihnen wilde Blüten von der Wiese – wenn nicht jetzt, wann dann?

Es blüht auf dem Teller

Ich inspiziere meine Laufstrecke an der Isar. Viel Farbe ist dort nicht mehr zu entdecken. Die gelben Sonnen des Löwenzahns haben sich zu Pusteblumen verwandelt, die Taubnessel ist abgeblüht. Ein paar blau blühende Gundermann- und Günselpflänzchen halten die Stellung. Sonst ist alles grün: Giersch, Knoblauchsrauke, Brennnessel. Auf dem Isardamm sieht es besser aus: Der Beinwell öffnet gerade seine kräftig violetten Blüten. Dessen Blätter sind meist groß genug, um sie als Hülle für eine Füllung aus würzigem Reis oder Bulgur zu verwenden. Beinwellblätter sind eine prima Alternative zu Weinblättern.

Sirup mit Schafgarbe

Die weiße Schafgarbe steht wie eine Eins auf dem nährstoffarmen Boden. Die filigranen Blätter eignen sich nicht nur für den Salat, sondern geben auch einen aromatischen Sirup ab. Zum ersten Mal habe ich diesen in Österreich gekostet – als Gespritzen: Sirup mit Wasser verdünnt. Seither wundert mich, dass wir hierzulande so achtlos an dieser traditionellen Heilpflanze vorbeigehen. Unsere österreichischen Nachbarn verstanden und verstehen es ohnehin besser, altes Wissen zu bewahren und die Gaben der Saison zu genießen. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass so manches Tal immer noch abgeschieden ist und noch nicht ausverkauft hat, wonach sich inzwischen viele Menschen sehnen. Ruhe und Weisheit, wie sie die Natur lehrt.

Pannacotta mit Mädesüß

Das Joggen gleicht diesmal mehr einem Spaziergang nach dem Motto: anhalten, schauen, weitergehen. Aha – auch das Mädesüß beginnt schon vereinzelt zu blühen. Das feine Aroma der kleinen weißen Blütensterne lässt sich am besten in Fett konservieren: in Schlagsahne, Eis, Pudding, Pannacotta und anderen Nachspeisen. Vom Rotklee haben wir als Kinder oft die Blütenblätter einzeln ausgezupft und den süßen Nektar herausgesogen. Heute mische ich diese in Blütenbutter oder Käsebällchen und streue sie mit den Blütenzungen von Ringelblume, Löwenzahn oder Gänseblümchen über Blattsalate.

Buchtipp: Essbare Wildpflanzen

Mehr als Gänseblümchen geht nicht, glauben Sie? Es gibt ein Büchlein mit dem Titel ‚50 Essbare Wildpflanzen einfach bestimmen’ aus dem AT-Verlag mit dem Sie Ihren Horizont ganz schnell erweitern können, ohne sich überfordert zu fühlen. Nein, ich bekomme keine Gewinnanteile. Das Buch ist nur tatsächlich hilfreich, weil es eine überschaubare Anzahl von Wildpflanzen in allen Lebenslagen fotografisch abbildet und zusätzlich per Zeichnung und Stichpunkten die Unterscheidungs-Merkmale herausarbeitet. Es gibt nach Farben einen Überblick über die Blüten und zeigt die Blattformen im Vergleich nebeneinander. Verarbeitungs- und Rezept-Tipps und ein Erntekalender sind auch dabei, und schon kann es losgehen. Viel Spass dabei!

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