Falter im Winter

Ingrid Ruthe  / pixelio.de
Ingrid Ruthe / pixelio.de

 
Schmetterlinge überwintern am liebsten in Gärten, die ihnen reichlich Unterschlupf bieten.
 
Unterm Falllaub, in Stein- und Reisighaufen verbringen Raupen und Puppen die kalten Monate.
 
In den Spechthöhlen alter Bäume, an Hauswänden im Wilden Wein oder im Geflecht anderer Kletterpflanzen sowie im dichten Gestrüpp fühlen sich auch erwachsene Falter wie zu Hause.
 
Wer im Herbst Harke, Scheren und vor allem Laubsauger im Schuppen lässt, hilft den Tieren ohne großen Aufwand.
 
… psst! Nicht wecken!
 
Im Gartenhäuschen, im Keller und auf dem Dachboden richten sich Tagpfauenaugen, C-Falter und andere Schmetterlinge auf Quartiersuche gerne häuslich ein.
 
Wichtig ist, dass zum Frühjahr hin die Fenster tagsüber offen stehen, damit die Tiere nach draußen finden. Bis dahin sollte man sie nicht stören, weil sie beim Aufflattern unnötig Energie verbrauchen. Auch dürfen sie nicht ins Warme gebracht werden.
 
Verirrt sich ein Schmetterling in geheizte Räume oder auf den isolierten Dachboden, droht er dort zu vertrocknen. Dann trägt man ihn in den Schuppen oder an einen anderen kühlen Ort. Weil die fein geschuppten Flügel sehr empfindlich sind, sollte man den Falter nie mit bloßen Händen nehmen. Vorsichtig in ein Glas oder in einen Becher geschubst, mit einem Deckel aus Pappe verschlossen, übersteht das Tier den Transport in sein neues Domizil.
 
Ein Haus als Notquartier
 
Wenn im Garten Hohlräume Mangelware sind und auch im Haus keine kühlen Winterquartiere für Schmetterlinge zur Verfügung stehen, können Sie den Tieren mit einem Schmetterlingskasten eine Unterkunft anbieten.
 
Über schlitzförmige Zugänge schlüpfen die Falter ins Innere. In der Kammer, die Sie mit Laub, Reisig oder Rinde füllen, begeben sich die Insekten zur Ruhe. Das Häuschen sollte den ganzen Winter draußen an Ort und Stelle bleiben, an einem geschützten Platz vor einer Hecke oder an der Hauswand. Wichtig ist, dass es im Kasten eine Kammer gibt, in der keine Zugluft vorherrscht.
 
Manche Häuser besitzen ein Guckloch, durch das nicht nur Kinder die Schmetterlinge gerne beobachten. 
 
 
Foto: Ingrid Ruthe  / pixelio.de
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