Farbteppiche vor und unter Gehölzen

Während sich manche Zwiebel- und Knollenpflanzen in voller Sonne wohl fühlen, bevorzugen andere das schützende Blätterdach von Gehölzen.
 
„Viele Frühlingsblüher wie die Frühlingsanemone (Anemone blanda), Blaustern (Scilla) oder Winterling (Eranthis) lassen sich besonders gut vor einer Gehölzkulisse ansiedeln“, erklärt der Landschaftsarchitekt.
 
Sie würden ihre Blüten zeigen, bevor sich das Laub der Gehölze entwickelt und bräuchten im zeitigen Frühjahr Licht und Wasser, um gedeihen zu können. Nach der Blüte ziehen sie ein. Dann genügt ihnen ein trockener Standort, um bis zur nächsten Saison zu überdauern.
 
In dieser Zeit lassen sie den Gehölzen und später austreibenden Schattenstauden den Vortritt. Geeignete Partner sind Funkien (Hosta), Lungenkraut (Pulmonaria) und Silberkerze (Cimicifuga) oder Gehölze wie Zaubernuss (Hamamelis), Eisenholzstrauch (Parrotia) und Schneeball (Viburnum). Im Herbst setzen Herbstalpenveilchen (Cyclamen hederifolium) oder Herbstkrokusse (Crocus speciosus) nochmals Blütehöhepunkte.
 
„Außerdem gibt es auch Schneeglöckchen, die im Herbst blühen. Die verlängern das Gartenjahr bis in den November hinein“, so Engelmann. Vor allem in einem Garten, in dem alte Gehölzbestände vorhanden sind, lassen sich die Gehölz-Ränder mit Geophyten und Schattenstauden in blühende Teppiche verwandeln.
 
 
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