Feines Frühjahrsgrün ernten

kraut&rüben 3/2017

Feines Frühjahrsgrün ernten, kraut&rüben 3/2017
Feines Frühjahrsgrün ernten, kraut&rüben 3/2017

Schnittlauch, Zitronenmelisse und Co. sind die Frühaufsteher unter den Kräutern. Sie halten zeitig im Jahr die ersten zarten Blätter feil – ein großzügiges Angebot, das Wintermüde auf Trab bringt.

Viele Kräuter haben die kalten Tage zurückgezogen im Boden überdauert, um zeitig im Jahr junge Triebe zu schieben. Die frischgrünen Blätter, die sich entfalten, strotzen nur so vor gesunder und kulinarisch wertvollen Inhaltsstoffe wie Mineralien, Spurenelemente und Vitamine. Nun ist der richtige Zeitpunkt zuzugreifen, vor allem bei Kräutern, die zur Blütezeit nicht mehr wirklich gut schmecken.

Junges Pimpinellenlaub beispielsweise besitzt ein feines, nussig zartes Aroma, später im Jahr schmeckt es bitter und zäh. Blutampfer-Blätter sind nun erfrischend säuerlich, später aufgrund des hohen Gehalts an Oxalsäure sehr sauer und herb. Auch die Blättchen der Zitronenmelisse sind inhaltlich in Topform, da sie ein Maximum an ätherischen Ölen aufweisen. Wer jetzt mit einem Korb oder Stoffbeutel raus zum Ernten geht, wartet besser einen sonnigen Vormittag ab, damit der Tau abgetrocknet ist.

Zurück im Haus gibt man das Sammelgut in ein Sieb, überbraust es mit kaltem Wasser, tupft es mit Küchenpapier zart ab und verarbeitet es frisch – die aromatischen Blätter verleihen einfachen Speisen den besonderen Pfiff. Nach der Ernte revanchiert man sich bei den Kräutern, indem man gut abgelagerten, fein gesiebten Kompost oder organischen Dünger wie Hornmehl um die Pflanzen verteilt, wobei Südländer wie Oregano, Bohnenkraut und Thymian, deren Blätter sich nun auch ernten lassen, mit kargen Böden auskommen.

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