Feines Frühjahrsgrün ernten

Frühlingskräuter
Blutampfer besitzt eine blutreinigende Wirkung - Foto: Unclesam / stock.adobe.com

Diese frühen Kräuter sollten Sie jetzt ernten; ihre zarten Blätter sind besonders fein.

Viele Kräuter haben die kalten Tage zurückgezogen im Boden überdauert, um zeitig im Jahr junge Triebe zu schieben. Die frischgrünen Blätter, die sich entfalten, strotzen nur so vor gesunder und kulinarisch wertvollen Inhaltsstoffe wie Mineralien, Spurenelemente und Vitamine.

Nun ist der richtige Zeitpunkt zuzugreifen, vor allem bei Kräutern, die zur Blütezeit nicht mehr wirklich gut schmecken.

Frühaufsteher unter den Kräutern

• Junges Pimpinellenlaub beispielsweise besitzt ein feines, nussig zartes Aroma, später im Jahr schmeckt es bitter und zäh.

• Blutampfer-Blätter sind nun erfrischend säuerlich, später aufgrund des hohen Gehalts an Oxalsäure sehr sauer und herb.

• Auch die Blättchen der Zitronenmelisse sind inhaltlich in Topform, da sie ein Maximum an ätherischen Ölen aufweisen.

Estragon schiebt im März schmale, spitz zulaufende Blätter, die ätherische Öle und verdauungsfördernde Bitterstoffe enthalten.

Liebstöckel: Bereits ein bis zwei junge Blättchen genügen, um Suppen und Soßen zu verfeinern.

Wer jetzt mit einem Korb oder Stoffbeutel raus zum Ernten geht, wartet besser einen sonnigen Vormittag ab, damit der Tau abgetrocknet ist.

Zurück im Haus gibt man das Sammelgut in ein Sieb, überbraust es mit kaltem Wasser, tupft es mit Küchenpapier zart ab und verarbeitet es frisch – die aromatischen Blätter verleihen einfachen Speisen den besonderen Pfiff.

 

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