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Fensterblatt: Warum eine Monstera auf jedem Fensterbrett steht

Das Fensterblatt ist ein absoluter Hingucker und doch für Anfänger geeignet. Hier erfahren Sie alles, was Sie über die beliebte Zimmerpflanze wissen müssen.

Ein Fensterblatt sollte in keiner modernen Wohnung fehlen.
Ein Fensterblatt sollte in keiner modernen Wohnung fehlen.

Die Monstera, im deutschen Sprachraum auch unter dem Namen Fensterblatt bekannt, könnte die beliebteste Zimmerpflanze unserer Zeit sein. Die sozialen Medien haben ihr zu riesiger Popularität verholfen – und zumindest dieses Mal ist der Hype gerechtfertigt. Das Fensterblatt ist nämlich nicht nur stylish, sondern auch wunderbar pflegeleicht.

Das Fensterblatt mit seinen besonderen Blättern

Fensterblatt: Frau betrachtet Zimmerpflanzen
Pflanzen im Schlafzimmer steigern die Schlafqualität.

Sogar bei unerfahrenen Pflanzenfans wächst die Monstera rasant. Aus den zunächst herzförmigen, kleinen Trieben werden schnell die löchrigen Blätter, die der Pflanze ihr typisches Aussehen verleihen. Dabei entwickelt jedes Blatt ein eigenes Muster.

Tatsächlich sind diese Muster abhängig vom Standort. Je weniger Licht die Monstera abbekommt, desto weniger Löcher bilden ihre Blätter aus. Je sonniger die Pflanze dagegen steht, desto fedriger wird sie. Über den Nutzen der Löcher und Einkerbungen der Blätter sind sich Forscher unsicher. Eventuell ermöglichen sie es, dass Sonnenlicht auch an die tiefer gelegenen Teile der Pflanze gelangt. Bei der Monstera adansonii bleiben die Löcher in den Blättern bestehen und öffnen sich nicht zum Rand hin.

Was das Fensterblatt in Ihrer Wohnung bewirken kann

Zwar müssen Sie, wenn Sie eine junge Monstera anstelle einer großen Pflanze kaufen, ein paar Jahre auf ihre Blüte warten. Dann aber belohnt die Pflanze Sie mit eleganten weißen Blütenblättern, die einen violetten Fruchtkolben umschließen. Noch mehr her macht die Unterart Monstera variegata mit ihren grünlich-weiß bis cremefarben marmorierten Blättern. Vorsicht ist geboten, wenn Sie Katzen oder Hunde haben: Die meisten Teile der Monstera sind giftig.

Dennoch ist das Fensterblatt über sein schönes Aussehen hinaus sehr nützlich. Bei der Fotosynthese bindet es, wie andere Zimmerpflanzen auch, Kohlenstoffdioxid und gibt dafür Sauerstoff frei. Das tut der Raumluft gut, weshalb eine große Zahl von Wohnungspflanzen generell eine gute Idee ist. Von der Monstera heißt es außerdem, dass sie schädliche Verbindungen aus der Luft filtern kann.

Das Fensterblatt pflegen: Auf Standort und Wasser kommt es an

Ein besonderes Fensterblatt: Monstera variegata
Die Monstera variegata ist wegen ihrer Färbung besonders beliebt.

Ihren Ursprung hat die Monstera in den Wäldern Südamerikas. Die Sorte Monstera deliciosa, die üblicherweise als Zimmerpflanze verwendet wird, stammt aus Mexiko. Daher benötigt sie das ganze Jahr über einen warmen Standort, idealerweise bei einer Temperatur zwischen 18 und 22 °C. Sie sollte genügend Licht bekommen, aber nicht in der prallen Sonne stehen. Auch ein schattiger Standort ist in Ordnung, da die Monstera in der Natur an Bäumen hochwächst, um an Sonnenlicht zu kommen. So kann das Fensterblatt bis zu 20 Meter hoch werden. Im Kübel im Haus bringt sie es immerhin auf zwei bis drei Meter Höhe.

Dementsprechend braucht die Zimmerpflanze ein Gerüst wie einen Moos-Stab, an dem sie hochranken zu können. Am besten pflanzen Sie die Monstera gleich in einen sehr großen Topf. Neben seinen wunderschönen Blättern bildet das Fensterblatt viele Luftwurzeln aus. Ohne Kletterhilfe schnappen sich diese alles zum Festhalten, dass sie erwischen können, auch Möbel oder Türgriffe. Die Luftwurzeln dürfen nicht verletzt werden.

Das Fensterblatt benötigt nicht viel Wasser. Die Erde sollte nur mäßig feucht gehalten werden. Da sie eine hohe Luftfeuchtigkeit braucht, fühlt sich die Monstera in hellen, großen Badezimmern besonders wohl. Um diese Luftfeuchtigkeit stattdessen zu imitieren, benebeln Sie die Blätter hin und wieder mit Wasser aus einer Sprühflasche und halten ihre Blätter frei von Staub. Gerade im Winter bei trockener Heizungsluft ist das wichtig. Zum Problem werden kann auch zu viel Wasser, denn auch wenn das Fensterblatt robust ist, ist es doch anfällig für Staunässe.

Monstera für Fortgeschrittene: Richtig düngen, umtopfen und vermehren

Blüte und Fruchtstand eines Fensterblatts
Bei sorgfältiger Pflege bildet die Monstera Fruchtstände mit weißen Blüten aus.

In der Vegetationsphase von April bis Oktober sollten Sie die Monstera alle zwei Wochen düngen, da sie einen großen Nährstoffbedarf hat. Am besten eignet sich Flüssigdünger, den Sie mit ins Gießwasser geben. Ist es im Winter in Ihrer Wohnung kälter, wird das Pflanzenwachstum zurückgehen und die Notwendigkeit zu düngen entfällt. Ist die Wohnung hingegen konstant etwa gleich warm, können Sie weiterhin alle vier Wochen düngen.

Aufgrund seines starken Wachstums muss das Fensterblatt alle zwei bis drei Jahre umgetopft werden. Dafür nutzen Sie am besten den Monat März, wenn die Wachstumsphase der Pflanzen noch nicht im vollen Gange ist. Als unterste Schicht legen Sie eine Drainage aus Tonscherben oder Blähton in den neuen Topf und geben darauf möglichst humusreiche Erde. Dann klopfen Sie die alte Erde vom Wurzelballen der Monstera, setzen sie in den neuen Topf und füllen die Lücken mit Erde auf. Gut angießen nicht vergessen, am besten mit Regenwasser.

Wenn Sie Ihre Monstera vermehren wollen, ist auch das kein großes Problem. Vorzugsweise im Sommer schneiden Sie Stecklinge, indem Sie einen Trieb des Fensterblatts abtrennen. Dieser sollte mindestens eine der Luftwurzeln umfassen. Dann stellen Sie den Trieb in lauwarmes Wasser und sorgen dafür, dass sich ein Teil der Luftwurzel unter Wasser befindet. Hier werden sich schon bald feine neue Wurzelstränge bilden. Bald darauf können Sie den Ableger in ein eigenes Pflanzgefäß topfen.

Monstera kaufen: Warum gibt es so enorme Preisunterschiede beim Fensterblatt?

Besonders viel her macht eine Monstera, die nicht mehr auf der Fensterbank Platz findet, sondern gleich die Ecke neben dem Fenster mit ihren großen, fedrigen Blättern ausfüllt. Immerhin kann jedes Blatt bis zu 70 cm groß werden. Deshalb wollen viele gleich eine große Monstera deliciosa kaufen. Ein Baby-Fensterblatt ist bereits für wenige Euro erhältlich. Eine hochgewachsene Monstera variegeta kostet hingegen schnell über hundert Euro. Je länger die Pflanze schon vor dem Verkauf gepflegt werden muss, desto teurer wird sie im Laufe der Zeit auch. Dabei ist die Monstera so pflegeleicht, dass jeder, der die Geduld hat, binnen weniger Jahre aus einem kleinen Fensterblatt eine prächtige, große Pflanze gedeihen lassen kann.

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