Folge 2: Sowas von entspannt

In diesem Jahr ignoriere ich die Schnecken. Ich streue kein Korn, ich sammle nicht ein, ich errichte keinen Zaun, ich sehe nicht (so genau) hin, sondern ändere meine Sichtweise: In Zukunft ist der Salat zur Hälfte knackig-köstlich, nicht halb angefressen.
 
Dieses Bild entstand vor knapp zwei Wochen, Anfang Mai. Wenn ich ganz genau hinsähe – was ich ja nicht mehr tue – würde ich an meinem Kaukasus-Vergissmeinnicht ‘Jack Frost’ ein, vielleicht zwei Blätter entdecken, die ein klitzekleines bisschen angeknabbert sind.
 
Okay, die Staude wird in Gärtnerkreisen ohnehin als Pfui-Bäh-Pflanze für Schnecken gehandelt. Aber ganz ehrlich: Es gab auch schon mehrere Jahre, in denen die Schnecken davon ganz offensichtlich nichts wussten.
 
Ich sehe der Saison also völlig gelassen entgegen. Zumal ich sogar schon die erste schleimfreie Kopfsalat-Ernte hinter mir habe. Und das Vlies lag wirklich nur wegen der Kälte und nur zu Beginn über den jungen Pflänzchen …
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