Umweltgerechte Grabpflege

Friedhöfe verbessern das Stadtklima und bieten Rückzugsräume für viele Pflanzen- und Tierarten.
 
Bei der Gestaltung von Gräbern sollten deshalb heimische Pflanzen und natürliche Materialien eingesetzt werden. 
  
 
Pflegeleichte Stauden
 
Vor allem Stauden sind genügsam und kostengünstig. Nur ein- bis zweimal im Jahr benötigen sie Pflege. Dabei werden braun gewordene Pflanzenteile entfernt und Mehrfachblüher für eine zweite Blüte zurückgeschnitten.
 
Natürliche Materialien
 
Für Töpfe, Gestecke und anderes Schmuckwerk wird viel zu oft Plastik verwendet, in den hinteren Ecken von Friedhöfen befinden sich dann wahre „Sondermülldeponien“. Plastik gehört nicht auf den Friedhof. Beim Blumenhändler sollten kompostierbare Materialien nachgefragt werden.
 
Komposterde & Co.
 
Auch der vielfach auf Gräbern ausgebrachte Torf hat erhebliche ökologische Nachteile. Er versauert den Boden, sein Abbau vernichtet die letzten Moore und schädigt so die Artenvielfalt. Umweltfreundlicher Ersatz für Torf sind Rindenhumus oder Mischungen aus Kompost, Rinde, Reishülsen und Kokosfasern.
 
Der Friedwald
 
Eine umweltgerechte Alternative zum Friedhof ist der „Friedwald“. Hier wird die Asche von Verstorbenen in Urnen in dafür ausgewiesenen Waldstücken am Wurzelwerk von Bäumen beigesetzt. Die Urnen sollten auf biologischer Basis hergestellt sein. Dann verrotten sie ohne Schaden für die Umwelt.
 
Interessierte können sich gemeinsam mit dem zuständigen Förster einen Baum ihrer Wahl aussuchen. Erforderliche Eingriffe zum Schutz der Bäume oder aus Gründen der Verkehrssicherheit werden von fachkundigem Personal ausgeführt.
 
Quelle: BUND
 
Foto: Birgit Winter  / pixelio.de
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