Frühstart für Dicke Bohnen

Die Aussaat von Dicken Bohnen kann bereits im Februar stattfinden. Moorhenne / pixelio.de
Die Aussaat von Dicken Bohnen kann bereits im Februar stattfinden. Moorhenne / pixelio.de

Wer kennt eigentlich noch Dicke Bohnen?

In Rom sind die deftigen Kerne traditionell beliebt – sie werden frisch und ungekocht als Knabberei verzehrt. Auch im Rheinland gibt es noch einige typische Bohnenspeisen. 

Die Sau-, Puff- oder Pferdebohne gehört zu unseren ältesten Kulturpflanzen. Schon in der Steinzeit als Nahrung nachzuweisen, waren ihre kleinkörnigen Vorfahren bei den alten Griechen und Römern eine der wichtigsten Nahrungspflanzen. Die Römer glaubten sogar, dass die Seele des Menschen nach seinem Tod vorübergehend in Bohnen wohnen müsste.

Später wurden die Dicken Bohnen viel in den See- und Flussmarschen des Nordseegebietes angebaut, weil dort in dem salzhaltigen Boden weder Erbsen noch Linsen gediehen.

Reichlich Mineralstoffe

Die Körner enthalten viel Eiweiß und reichlich Mineralstoffe. Man kocht und verzehrt sie im allgemeinen im milchreifen Zustand, bevor sie mehlig werden.

Je früher, desto besser

Die Bohnenpflanze verträgt bis zu minus sechs Grad, deshalb können wir sie sehr früh anbauen. Und genau das sollte man auch tun, denn je früher die Aussaat stattfindet, desto weniger wird die Pflanze von der Schwarzen Bohnenlaus befallen.
Zur Vorkultur weichen Sie die Kerne zwölf Stunden in lauwarmem Wasser ein und stecken sie dann in kleine Töpfe mit Aussaaterde. Sobald nach den beiden Keimblättern das erste Laubblatt erscheint, wird abgehärtet, das heißt Sie stellen die Töpfe ins Frühbeet oder ins ungeheizte Gewächshaus.
Auch an der warmen Hauswand halten es die Pflänzchen aus, wenn sie in kalten Nächten mit Pappkartons oder Vlies abgedeckt werden. Wenn nicht mehr mit starken Frösten zu rechnen ist, pflanzen Sie die Bohnen ins Freiland.
Foto: Moorhenne / pixelio.de
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