Mit Kindern gärtnern

Mit Kindern gärtnern
Volle Konzentration: Aussaat von Sommerblumen - Foto: bubutu / stock.adobe.com

Mit guten Ideen und dem richtigen Handwerkszeug entsteht auch bei Kindern die Lust am Gärtnern. Wir haben ein paar Tipps für Sie parat, wie das Gärtnern mit dem Nachwuchs klappt.

Welche Gartengeräte sind für Kinder sinnvoll?

Schubkarre, Gießkanne, Schaufel und Spaten gehören zur Grundausstattung.

Wichtig: Sehr günstige Ausrüstung hat seine Grenzen und hält oft nicht einmal eine Saison. Wenn Ihr Nachwuchs mal kräftig hinlangt, sind dünnes Blech und zerbrechlicher Kunststoff dem oft nicht gewachsen. Achten Sie deshalb unbedingt auf Qualität. So vermeiden Sie Verletzungsgefahr. Außerdem geht es den Kindern wie uns Erwachsenen, nur mit gutem Werkzeug macht die Arbeit Spaß.

Im Spielzeughandel gibt es viele bunte Produkte, doch prüfen sie genau, ob diese den Kräften der Kinder standhalten, Schrauben und Verbindungen festsitzen und sich nichts verbiegen lässt.

Auch die klassischen Gartengerätehersteller führen interessante und stabile Produkte, die sich auch für Kinder eignen. Fragen Sie in Geschäften gezielt danach.

Was bietet sich zum Gärtnern mit Kindern an?

Schnüren Sie den kleinen Gärtnern ein Samenpaket, das ihr Interesse weckt.

Gemüse pflanzen mit Kindern

Schneller Erfolg ist wichtig! Deshalb sollten Sie Pflanzen aussuchen, die schnell keimen, wie z. B.: Radieschen, Kresse und Tagetes.

Natürlich sollten Sie etwas anpflanzen, dass Ihrem Nachwuchs dann auch schmeckt. Die meisten Kinder essen gerne von der Hand in den Mund. Deshalb bieten sich Gemüsesnacks, wie Cocktailtomaten, Fingermöhren, Minigurken oder Andenbeeren besonders an.

Duftpflanzen für Kinder

Kinder entdecken die Welt mit allen Sinnen. Besonders verlockend sind Pflanzen mit Düften wie:

  • die Schokoladenblume (Berlandiera lyriata)
  • die nach Zartbitterschokolade duftende Schokoladen-Kosmee (Cosmos atrosanguineus) oder die
  • Gummibärchenblume (Cephalophora aromatica)

Ganz wichtig: Leider sind diese Pflanzen nicht essbar!

Essbare Blüten

Pflanzen mit essbaren Blüten sind hingegen besondere Genüsse. Schmackhafte Kapuzinerkresse-, Borretsch-, Zitronentagetes- und Malvenblüten lassen sich hübsch auf das Butterbrot arrangieren.

Damit der Spaß am Gärtnern bleibt: Misserfolg möglichst vermeiden

Kinder gehen an neue Aufgaben ganz unbefangen heran. Sie sollten die Kinder in jedem Fall mit Rat und Tat unterstützen, damit die Pflanz- und Saataktionen auch gelingen.

Erklären Sie ihren Kinden z. B. den Einfluss von Temperatur und Wasser auf das Wachstum.

Einflussfaktor Temperatur: Säen Sie dafür wärmeliebende Pflanzen in Schalen auf der Fensterbank aus. Verwenden Sie als Aussaatschalen Produkte oder Abfall aus dem Haushalt, wie der leere Becher des Lieblingsjoghurts. So sensibilisieren Sie Ihren Nachwuchs auch gleich für das Thema Wiederverwertung und Nachhaltigkeit.

Einflussfaktor Wasser: Weisen Sie die Kinder darauf hin, dass die Pflanzen von Anfang an Wasser brauchen. Gießen Sie gleichmäßig und nicht zu viel. Auch der Schutz vor Frost  sollte beachtet werden!

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg mit Ihren Nachwuchsgärtnern!

Quelle: Brigitte Goss, Bayerische Gartenakademie

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