Gallmilben

Nehmen Sie an einem frostfreien, sonnigen Tag ein Eimerchen und gehen damit in den Garten zu den Schwarzen Johannisbeeren!
 
Runde Knospen jetzt entfernen!  
 
Liegen die Knospen gleichmäßig und flach an den Trieben, ist alles in Ordnung. Sitzen auch vergrößerte, kugelige Knospen an den Zweigen, bedeutet dies, dass Gallmilben (Cecidophyopsis ribis) den Strauch besiedelt haben und dort in den Knospen überwintern. Fachleute schätzen, dass jede Knospe etwa 30000 Milben und über 20000 Eier enthält.
 
An den blattlosen Gehölzen fallen die Rundknospen besonders deutlich auf.  
Dick angeschwollene, rundliche Knospen zeigen den Milbenbefall deutlich an. Die Schwellung beginnt schon Sommer (Vorjahr), wird aber nach dem Blattfall im Winter besonders deutlich.

Ab März verlassen die Johannisbeer-Gallmilben ihr langsam vertrocknendes Winterquartier und schwärmen aus, um die besten Essplätze zu finden. Die Wanderlust hält den April und Mai über an; die Winzlinge turnen von Zweig zu Zweig, von Busch zu Busch, wenn diese eng beieinander stehen und Zweigkontakt haben, und lassen sich sogar vom Wind zu anderen Johannisbeerbüschen transportieren oder reiten auf Blattläusen neuen Zielen entgegen.

Ab dem Frühsommer besiedeln sie junge Knospen und vermehren sich dort so rasant, dass im September diese bereits dick geschwollen sind. Weil ihr Speichel meist immer einige Untermieter enthält, erkrankt die Johannisbeere im folgenden Jahr auch noch an Viren. Diese bewirken, dass die Blätter der Johannisbeere weniger Härchen bilden, was den Milben unnötige Kletterpartien erspart und ihr Leben ungemein erleichtert.

Was tun?

Bei leicht befallenen Büschen die Knospen unbedingt vor dem Austrieb entfernen, stark befallene kräftig zurückschneiden und auf eine Ernte verzichten. Während der Blütezeit Sträucher von allen Seiten tropfnass mit Rainfarn-Tee bespritzen.

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