Gartenpflege im Urlaub

Gartenpflege im Urlaub
Wer den Garten gut versorgt hat, kann den Urlaub unbeschwert genießen - Foto: anela47 / stock.adobe.com

Was tun, wenn einem im Sommer das Fernweh packt, gerade jetzt, wo sich der Garten von seiner üppigsten Seite zeigt? Die wichtigsten Tipps für die Gartenpflege im Urlaub.

Naturgärtner sind im Vorteil: Je natürlicher Sie Ihren Garten gestaltet haben und je weniger Sie ihn mit Wasser und Dünger verwöhnen, desto leichter übersteht er pflegelose Zeiten.

Gartenpflege im Urlaub

So bereiten Sie den Garten auf Ihre Abwesenheit vor:

  • Verzögern Sie die Ernte von Zucchini, Tomaten und Gurken, indem Sie die Blüten ausbrechen.
  • Düngen Sie vor der Reise nur noch wenig.
  • Schattieren Sie das Dach Ihres Kleingewächshauses mit Strohmatten.
  • Wässern Sie die Beete nochmals kräftig und hacken Sie den Boden locker auf.
  • Zupfen Sie noch mal gründlich Wildkräuter aus den Beeten.
  • Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt oder eine Decke aus Stroh halten die Krume kühl und feucht.
  • Laden Sie Ihre Nachbarn ein, nach dem Obst zu schauen und sich zu bedienen.

Gartenbewässerung im Urlaub

Wenn niemand zum Gießen kommt.

  • Graben Sie Ihre Kübelpflanzen bis über den Rand in einem schattigen, feuchten Beet ein; eine Mulchschicht hält die Feuchtigkeit.
  • Kleine Topfpflanzen stellen Sie in große Übertöpfe, die Sie mit feuchtem Sand gefüllt haben.
  • Ideal ist eine Tröpfchenbewässerung, von der es im Fachhandel verschiedene Systeme gibt.

Gemüse ernten nach dem Sommerurlaub

Gemüsearten, die erst im Herbst heranreifen, können Sie noch vor Ihrer Abwesenheit ausbringen. Grün- und Rosenkohl, Spätkartoffeln, Lagermöhren, Mangold, Pastinaken, Rote Bete, Kürbis, Kopfkohl und Herbst-Endivien werden etwa 5 – 6 Wochen vor der Abreise ins Frühbeet oder in Aussaatschalen ausgesät. Wählen Sie unbedingt Sommer-Sorten, denn nur diese kommen mit Hitze und langen Tagen gut zurecht.

Spätestens eine Woche vor der Abreise ziehen die selbst gezogenen oder gekauften Pflanzen ins Beet, wo sie von Ihnen noch gut versorgt werden und Wurzeln bilden können. Das richtige Gießen ist jetzt sehr wichtig: Sobald die Pflanzen den Umzug überstanden haben, gießen Sie nur noch, wenn es wirklich nötig ist. Dann aber durchdringend, denn das Wasser soll tief ins Erdreich eindringen. Auf diese Weise bilden die Pflanzen tiefreichende Wurzeln und kommen auch in trockenen Phasen ohne zusätzliche Bewässerung aus.

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