Essbare Schönheiten

Gehölze, die nicht nur attraktiv sind, sondern auch essbare Früchte liefern.
 
Ein Garten gefüllt mit schönen blühenden Pflanzen ist reizvoll. Doch immer mehr Menschen wollen mehr. Viele Pflanzenliebhaber möchten ungewöhnliche Früchte in der Küche verarbeiten und dabei etwas für die Gesundheit tun.
 
Welche Pflanzen das in sich vereinigen, zeigt Ihnen die Bayerische Gartenakademie.
 
Essbare Schönheiten im Kleinformat
 
Kriterien bei der Pflanzenauswahl sind eine schöne Blüte im Frühjahr und ein nutzbarer Fruchtbehang im Sommer und Herbst. Die kleinen Gehölze sind robust und sogar im Kübel für den Balkon geeignet.
 
Schein- oder Zierquitten (Chaenomeles japonica) bilden am dreijährigen Holz apfelblütenförmige rote, weiße, rosa- oder orangefarbene Blüten. Die Früchte duften herrlich aromatisch. Scheinquitten haben einen hohen Vitamin C –Gehalt.
 
Gleiches gilt für die Apfelbeere (Aronia x prunifolia bzw. A. melanocarpa). Gewinnen Sie am besten Saft daraus, den Sie wiederum zu leckeren Gelees verarbeiten können. Die Apfelbeere wächst an fast allen Standorten. Es darf nur nicht zu trocken sein. Sie blüht im Frühjahr üppig weiß und im Herbst ergibt das Dunkelblau der Beeren mit der roten Laubfärbung ein kräftiges Farbspiel. Die Sorte ‘Hugin‘ wird nur 1,50 Meter hoch. ‘Aron‘ enthält besonders viele gesundheitsfördernde Anthocyane und zeichnet sich durch eine gute Winterhärte aus.
 
Heidelbeeren sind äußerst beliebte Naschfrüchte. Pflanzen Sie die Moorbeetpflanzen in Töpfe oder Mörtelkübel mit einem Fassungsvermögen von mindestens 40 Liter. Verwenden Sie Rhododendronerde, denn diese Beerensträucher brauchen humose saure Erde. Je nach Sorte können Sie Früchte von Juli bis September ernten. Mit einer roten Herbstfärbung verabschieden sich die Heidelbeersträucher in den Winter.
 
Essbare Schönheiten im Midi- und Maxiformat
 
Holunder (Sambucus nigra) gehört an jedes Haus! So sagten schon unsere Vorfahren, denn er soll vor Blitzschlag und anderen Gefahren schützen. Zudem ist er eine umfassende Hausapotheke. Der wilde Holunderstrauch hat sich heute herausgeputzt. Es gibt ihn in schönen zierenden Varianten, die sich sehen lassen. ‘Black Beauty‘ ®und ‚Black Lace’® sind geschlitzt blättrig, tief dunkelrotbraun und erinnern an grazile Fächerahorne. Die Zierformen des Holunders tragen meist etwas weniger Früchte als die ursprüngliche Art. Doch die Beeren lassen sich genauso verarbeiten.
 
Die Blutpflaume (Prunus cerasifera) ist in erster Linie ein wertvolles Ziergehölz mit schwarzroten Blättern. In manchen Jahren bilden sich ess- und verwertbare Früchte. Die Sorte ‚Hollywood‘ entwickelt sogar Fruchtgrößen von 4 bis 5 cm. Die Zwergblutpflaume (P. cistena) wird nicht höher als 2 Meter.
 
Als Baum oder Großstrauch sollte man auf die Kupferfelsenbirne (Amelanchier lamarckii) nicht verzichten. Ein kupferfarbener Austrieb, eine überschäumende weiße Blüte, leckere Früchte und eine leuchtende Herbstfärbung bringen das ganze Jahr Abwechslung. Die Früchte sind als Naschobst bei Mensch und vor allen bei Vögeln beliebt.
 
Quelle: Brigitte Goss, Bayerische Gartenakademie
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