Gemüse des Jahres: Die Steckrübe

Leseprobe aus kraut&rüben 11/2017

Gemüse des Jahres: Die Steckrübe - Leseprobe aus kraut&rüben 11/2017
Gemüse des Jahres: Die Steckrübe - Leseprobe aus kraut&rüben 11/2017

Von der Arme-Leute-Kost zum Gourmet-Gemüse. Die Lagerrübe ist eine alte, heimische Kulturpflanze, die wieder zu neuen Ehren kommt.

Wie beliebt das Kohlgewächs einst war, belegen seine vielen regionalen Namen wie Erdkohlrabi, Dotsche, Wrucke, Kohlrübe, Knutsche, Unterkohlrabi oder Schmalzrübe.

Die Dotsche gelangte wahrscheinlich von Skandinavien in unsere Breiten, deshalb kennt man sie mancherorts auch als Schwedische Rübe (engl. swede). Im 17. Jahrhundert wird sie erstmals in den alten Schriften erwähnt. Die Steckrübe (Brassica napus ssp. rapifera) ist eine Unterart des Rapses (Brassica napus). Raps wiederum entstand aus einer Kreuzung von Kohl (Brassica oleracea) und Rübsen (Brassica rapa).

Die Knollen werden bis zu 1,5 kg schwer und bleiben lange zart, sie eignen sich bestens zum Lagern und halten bis zum Ausgang des Winters. Die großen Blätter der Pflanze sind blau-grün bereift.

Der kulinarische Ruf des anspruchslosen Gemüses war bis weit ins vergangene Jahrhundert miserabel, bedingt durch die Steckrübenwinter im Ersten Weltkrieg, als Missernten und eine englische Seeblockade eine große Hungersnot auslösten und dieses ertragssichere Gemüse einen Großteil der Versorgung übernahm.

Wenig Fett, aromatisch im Geschmack

Während weißfleischige Sorten als Viehfutter dienen, schmecken die gelben Typen sanft aromatisch wie eine Mischung aus Karotten und Kohlrabi. Die Knollen enthalten wenig Fett, dafür umso mehr Carotinoide und Vitamine.

In der Küche Spaniens, Italiens, Frankreichs, Nord- und Osteuropas sind Gerichte aus Steckrüben nie aus der Mode gekommen.

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