Gemüse, das sich im Kübel lohnt

Tomaten und Zucchini - Foto: istockphoto.com/ChiccoDodiFC

Für Topfgärtner ist jedes Gemüse einen Versuch wert. Jedoch eignen sich manche Sorten besser als andere.

Diese Arten liefern zuverlässig reiche Ernte:

Salat: Topfgärtner lieben Pflücksalate. Ab März alle 2 bis 3 Wochen in flache Schalen oder Kästen gesät, sind sie wenige Wochen später erntereif. Bewährt hat sich auf warm-sonnigen Terrassen der italienische Misticanza-Mix oder Rukola. Asia-Salate wachsen in geschützten Lagen rund ums Jahr. Weil sie während langer Frühsommertage schnell blühen, erntet man sie am besten schon im Baby-Alter. Von Mitte Juli bis April kann Feldsalat gesät und im Winter laufend geerntet werden.

Wurzelgemüse: Radieschen zählen zu den Balkon-Klassikern. Man sät sie direkt in Kästen, sie wachsen schnell und unkompliziert. Etwas anspruchsvoller sind Möhren und Pastinaken. Sie brauchen lange und bestehen auf gleichmäßig feuchter, lockerer Erde. Staunässe bekommt ihnen gar nicht. Außerdem wünschen sie sich ein Gefäß, in dem sie 40 cm Platz nach unten haben. Rote Bete ernten Balkongärnter meist schon im Baby-Alter als Salatblätter oder als Mini-Knollen in Radieschen-Größe.

Tomaten/Paprika: Stabtomaten gedeihen gut im Topf, vorausgesetzt er fasst mindestens 20 Liter Erde, besser 40 Liter. Hängende Balkon-Sorten lassen auch in kleineren Gefäßen reichlich Früchte reifen. Paprikapflanzen setzen selbst in Gefäßen mit nur 15-20 Liter Volumen viele Früchte an. Tomaten und Paprika wünschen sich warme, geschützte Plätze, an denen sie Sonne tanken können. Beide zieht man am besten ab März im Haus vor und pflanzt sie Mitte Mai in ihren Freilandkübel.

Erbsen: Vor allem Zuckererbsen eignen sich bestens für den Topfgarten. Anfang April 5 cm tief in 30 cm hohe Gefäße gesät, liefern sie im Frühsommer knackige Hülsen für den Salat oder Asia-Gerichte. Als Rankgerüst haben sich zu Gittern gesteckte Äste bewährt – sie lassen sich nach der Ernte samt dem Erbsengrün auf dem Kompost entsorgen.

Bohnen: Busch-, Stangen- und Feuerbohnen – alle gedeihen gut im Kübel. Vorausgesetzt, die Erde darin bleibt gleichmäßig feucht. Weil Bohnen keine Kälte vertragen, kommen die Samen besser erst ab Mitte Mai in die Erde, auf geschützten, warmen Balkonen/Terrassen frühestens Ende April. Feuerbohnen sind Fremdbefruchter und brauchen eine zweite Sorte in der Nachbarschaft, um Hülsen anzusetzen.

Kartoffeln: Wichtig ist, dass Wasser gut ablaufen kann, andernfalls faulen Kartoffeln in Bottichen oder Säcken. Dafür sorgt eine 10 cm dicke Drainageschicht aus Kies oder Bims. Darüber füllt man das Gefäß zu etwa zwei Dritteln mit guter Komposterde, legt die Pflanzkartoffeln im Abstand von 20 cm und bedeckt sie 10 cm hoch mit Erde. Sobald das Kartoffelkraut 15 bis 20 cm hoch gewachsen ist, kippt man 10 cm Erde nach. Auf diese Weise reifen über die komplette Erdschicht verteilt köstliche Knollen auf kleinstem Raum.

Zucchini: brauchen Platz, haben großen Hunger und noch größeren Durst. Außerdem stehen sie gerne an einem warmen, sonnigen Ort. Alle diese Wünsche lassen sich im Kübel gut erfüllen – vorausgesetzt dieser hat ein Volumen von mindestens 40, besser 60 Liter.

Der Trick mit dem Beutel: Direkt in geschlitzte Erdsäcke gesetzt, profitieren Salatpflänzchen von der Wärme, die sich unter der Folie sammelt. Außerdem trocknet die Erde weniger schnell aus. Damit Gießwasser zügig abfließt, pikst man vor dem Pflanzen Löcher in die Unterseite der Beutel.

Wer keine großen Kübel hat, kann auch Tomaten direkt in Erdsäcke pflanzen. Während die Früchte reifen, haben die Pflanzen großen Hunger und Durst: Organischer Flüssigdünger und 5 bis 6 Liter Wasser täglich stillen beides.

Hochbeet mobil: In großen Pflanzsäcken herrschen beste Bodenverhältnisse – auch wenn die Erde drum herum voll mit Steinen oder Wurzeln ist. Anders als feste Holzrahmen lassen sich diese Beete auch mal umziehen.

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