Gemüse säen oder pflanzen?

Aussaat
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Woher weiß man, welches Gemüse man ins Beet sät und welches man pflanzt? Gibt es da eine Regel?

Es gibt nicht nur eine Regel, sondern mehrere. Oder um ehrlich zu sein, es gibt mehr Ausnahmen als Regeln. Denn grundsätzlich kann man jedes Gemüse gleich ins Beet säen. Warum man das nicht tut, hat verschiedene Gründe.

Säen und Verpflanzen
Gemüse im Haus vorzuziehen, hat den Vorteil, dass die Sämlinge behütet und umsorgt heranwachsen. Die Vorkultur findet unter optimalen Bedingungen statt, dies betrifft unter anderem:

  • Licht
  • Wärme
  • Nährstoffe
  • Wasser

Wenn die Setzlinge aufs Beet umziehen, haben sie die kritische Phase ihres Lebens bereits überstanden und gute Chancen, sich auch im Freien zu behaupten.

Warum Gemüse vorziehen?

  • Wärmeliebende Arten (Tomaten, Kürbis, Gurken) keimen  und wachsen in unseren Breiten im Haus schneller als im kühlen Freien.
  • Langsam wachsende Gemüse (Sellerie) müssen vorgezogen werden, damit sie bis zum Spätherbst ausgewachsen sind.
  • Wer junge Pflanzen (Salate, Kohlrabi) ins Beet setzt, kann diese früher ernten als gesäte.
  • Vorgezogene Setzlinge (Bohnen, Zucchini) haben deutlich größere Chancen den Schnecken davonzuwachsen.

Ins Beet säen
Robuste Arten (Mangold, Rukola) und vor allem solche, die Rüben oder Knollen bilden wie Möhren, Rote Bete, Radieschen und Rettich, sät man ins Beet. Meist laufen danach die Sämlinge zu dicht auf, dann zupft man einzelne, überzählige Exemplare aus, um den anderen Platz zu verschaffen.

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