Geplagte Walnussbäume

Krankes Laub und geschädigte Früchte sollten regelmäßig entfernt werden. 
 
Walnussbäume (Juglans regia) sind wertvolle Nahrungsquellen für Mensch und Natur. Doch die stattlichen Bäume leiden. 
 
Die Bayerische Gartenakademie appelliert: Achten Sie auf die Walnussbäume und helfen Sie mit, Schadorganismen, wie die Marssonina -Blattfleckenkrankheit in den Griff zu bekommen.
 
Erste Hilfemaßnahmen
 
Braune Flecken an Blättern und verschrumpelte schwarze oder vertrocknete Früchte sind nicht nur unansehnlich, sondern belasten den Baum, mindern die Attraktivität und Ernte.
 
Verursacher können ein Pilz (Gnomonia leptostyla) oder ein Bakterium (Xanthomonas campestris pv. Juglandi) sein. Es ist schwierig für Sie die Schadorganismen zu unterschieden. Aber die Gegenmaßnahmen unterscheiden sich nicht:
 
Entfernen Sie schadhaftes Falllaub und geschädigte Früchte kontinuierlich. Bei befallenen Bäumen ist dies schon im Sommer nötig, denn sie verlieren ihr Laub schon frühzeitig. So mindern Sie den Befall im nächsten Jahr, weil sich Walnussbäume durch unverrottete Pflanzenreste im Frühjahr infizieren. Entsorgen Sie die Pflanzenreste nicht auf dem Kompost. Befallene Blätter und Früchte gehören in die Biotonne oder zur Grüngutsammelstelle. Dort werden die Schadorganismen durch den intensiven Rottevorgang zerstört.
 
Marssonina – Blattfleckenkrankheit
 
Marssonina ist ein Pilz, der besonders in niederschlagsreichen Jahren auftritt. Schon im Frühjahr entstehen schwarze Flecken, die sich im Laufe des Sommers vergrößern. Starker Befall führt zu starkem Blattfall, so dass schon im August von den Bäumen nur noch ein Astgerippe übrigbleibt. Besonders gestresste Bäume reagieren sogar mit einer Notblüte.
 
Durch die Marssonina-Krankheit sind auch die Früchte betroffen. Die Fruchtschale wird fest, braun und ledrig. Hat sich der Pilz frühzeitig ausgebreitet, sind auch die Kerne schwarz und ungenießbar. Besonders problematisch an dieser Krankheit ist, dass die Bäume nicht nur unansehnlich, sondern langfristig stark geschwächt werden. Zudem verringert sich der Nussertrag von Jahr zu Jahr.
 
Schauen Sie genauer hin, wenn die Fruchtschale matschig weich ist. Dann könnte es sich um einen Befall der Walnussfruchtfliege handelt. Diese Fruchtfliegenart tritt noch recht selten auf, ist aber in klimatisch begünstigten Regionen auf dem Vormarsch.
 
Quelle: Brigitte Goss, Bayerische Gartenakademie
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