Giersch im Garten

Wie man ihn sinnvoll verwendet und wie man ihn wieder los wird. 
 
Giersch (Aegopodium podagraria) gehört zu den hartnäckigsten Wildkräutern im Garten. Der Doldenblütler verbreitet sich durch seine Ausläufer bildenden Wurzeln und durch Samen, die viele Jahre im Boden keimfähig bleiben.
 
Die weißen Blütendolden erscheinen von Mai bis September. Pflanzen, die Samen tragen, dürfen nicht auf den Kompost, da von dort die Samen in den ganzen Garten verschleppt werden.
 
Giersch bevorzugt feuchte, lehmige, nähr- stoffreiche Böden; auf trockenen kommt er ebenfalls zurecht, entwickelt sich jedoch weniger üppig.
 
Giersch nutzen
Junge Gierschblätter sind reich an Mineral- stoffen, Carotinoiden und Vitamin C. Klein gehackt verfeinern sie mit ihrem würzigen Aroma Mischsalate, Kräuterquark, Rührei, Pfannkuchen und Gemüsesuppen.
 
Je älter die Blätter sind, desto kräftiger schmecken sie. Sie werden deshalb bevor- zugt gekocht, wie Spinat gedünstet oder geben Gemüsepizza, Suppen, Auflauf und Gemüsepfanne eine besondere Note. Alte Blätter, mit ihrem streng aromatischen Geschmack, verwendet man wie Petersilie als Würzkraut..

 

 
Giersch loswerden
 
Auf kleinen Flächen
>> Ab dem Frühjahr die Pflanzen samt dem verzweigten Wurzelsystem ausgraben.
>> Sobald verbliebene Wurzelrückstände austreiben, die jungen Pflanzen jäten.
>> Wenn man diese Maßnahme konsequent über zwei, drei Jahre durchführt, werden die Beete gierschfrei.
 
Auf dem Staudenbeet
>> Auf bepflanzten Beeten ist Jäten nicht möglich, ohne die Stauden zu stören. Ist das Beet stark verunkrautet, gräbt man im zeitigen Frühjahr oder Herbst alle Stauden aus, holt mit Hilfe der Grabgabel alle Gierschreste aus dem Boden und be- pflanzt das Beet neu.
 
Auf großen Flächen
… ergreift man Maßnahmen, die den Giersch vom Licht abschneiden:
>> Man gräbt die Fläche um,
>> bedeckt sie mit Mulchpapier und pflanzt Gemüse und Salate in die vorgestanzten Löcher oder
>> sät sie mit schnell wachsenden Pflanzen wie Senf oder Kohlrüben ein, die den Giersch unterdrücken.
>> Oder man bepflanzt die Fläche mit dicht wachsenden Bodendeckern wie Wollziest.
 

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