Granatapfel vermehren

panthermedia.net / olesiabilkei
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Aus den Kernen von Granatapfel lässt sich eine hübsche und pflegeleichte Kübelpflanze heranziehen.
 
Für die erste Blüte benötigen Sie allerdings viel Geduld!
 
In vielen Kulturen rund ums Mittelmeer wurde der Granatapfel (Punica granatum) als heilige Frucht verehrt. Er war der Venus geweiht und galt, seiner vielen Kerne und der roten Farbe wegen, als Fruchtbarkeits- und Liebessymbol. Meist genießt man den Saft, aber auch die hellbraunen Samen lassen sich prima knabbern.
 
Der sehr langsam wachsende Strauch besitzt kleine ovale Blättchen und hübsche rote Blüten.
 
Vermehrung 
 
Jetzt im Winter finden Sie die roten oder bräunlich gefärbten Granatäpfel überall im Handel. Löffeln Sie die Samen in ein Sieb und zerdrücken das Fruchtfleisch. Den köstlichen Saft fangen Sie natürlich auf. Dann spülen Sie die Samen unter einem scharfen Wasserstrahl ab und breiten die Kerne zum Trocknen auf einem Küchenhandtuch aus.
 
Die vom Fruchtfleisch befreiten Samenkerne stecken Sie ab Februar in Aussaaterde. Bei Temperaturen über 20 °C keimen sie in wenigen Wochen.
 
Pflege
 
Granatäpfel sind ganz typische Kübelpflanzen, die einen vollsonnigen Platz auf der Terrasse brauchen. Sie wachsen langsam und bilden mit den Jahren lockere, mitunter bizarre, brusthohe Büsche.
 
Leider blühen die aus Samen vermehrten Exemplare erst nach zehn bis zwanzig Jahren! Schneller geht es mit Pflanzen, die aus Stecklingen von bereits fruchtenden Eltern gewonnen wurden.
 
Aber auch ohne Blüten ist der Granatapfel eine lohnende Kübelpflanze, die wenig Pflege braucht, kalt und dunkel überwintert werden kann, nur alle paar Jahre umgetopft werden muss und kaum unter Krankheiten und Schädlingen leidet.
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