Grünkohl hält fit

Siegfried Fries  / pixelio.de
Siegfried Fries / pixelio.de

Wer ihn im Garten stehen hat, kann die Blätter nach den ersten Frösten bis in den März hinein frisch vom Beet ernten. 
 
Der Grünkohl, Braunkohl, Federkohl oder Winterkohl ist im Norden Deutschlands ein hochgeschätztes Gemüse, man kann schon sagen ein Nationalgericht. Aber in anderen Landesteilen scheint der robuste und leicht anzubauende Kohl fast unbekannt zu sein.
 
Dabei ist sein gesundheitlicher Wert gar nicht hoch genug einzuschätzen: Kein Gemüse enthält insgesamt so viele Vitamine, Mineralstoffe und bioaktive Substanzen wie seine krausen Blätter. Eine Portion Grünkohl deckt den Tagesbedarf an Vitamin C und enthält so viel Kalzium wie zwei Gläser Milch!
 
Obwohl Grünkohl bis minus 15 Grad Frost verträgt und eine der ältesten Kohlarten bei uns ist, kam er erst mit den Römern aus dem Mittelmeergebiet zu uns.
 
Frost abwarten!
 
Wer den grünen Schatz im Garten stehen hat, kann die Blätter nach den ersten Frösten bis in den März hinein frisch vom Beet ernten. Erst bei Frost entsteht der guten Geschmack der Blätter, da Stärke in Zucker umgewandelt wird.
 
Aussaat ab Mai
 
Wer nun für das nächste Jahr Lust auf Grünkohl bekommt: Die runden Samen werden ab Mai ausgesät, die Jungpflanzen im Juli/August mit 50 mal 50 cm Abstand voneinander in ein mittelstark gedüngtes Beet gesetzt.
 
Die Pflanze liebt, wie viele andere Kohlgewächse auch, lehmige Böden mit viel Kalk, verträgt aber auch sandige Erden.
 
 
Foto: Siegfried Fries  / pixelio.de
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