Haferwurzel – Steckbrief

Haferwurzel – Steckbrief
Im ersten Jahr entwickelt sich eine kräftige Blattrosette mit schmalen Blättern - Foto: Martina Berg / stock.adobe.com

Das seltene und fast vergessenes Wurzelgemüse wird zubereitet wie Spargel oder Schwarzwurzel. Stängel und Blätter liefern als Rohkost wertvolle Vitamine.

Botanik:
Die winterharte Haferwurzel (Tragopogon porrifolius) gehört wie Salat, Chicorée, Artischocke, Topinambur, Löwenzahn zur Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Standort:
sonnig

Boden:
tiefgründig locker, humos, steinfrei, nicht zu trocken

Säen:
von Mitte März bis Ende April direkt ins Beet säen

Saattiefe:
2– bis 3 cm

Keimtemperatur:
5 bis –16 °C

Abstand:
innerhalb der Reihe 8– bis 12 cm, zwischen den Reihen 25– bis 35 cm

Düngen:
vor der Aussaat etwa 3 bis –4 l/m2 reifen Kompost einarbeiten

Pflegen:
• regelmäßig hacken
• Wildkräuter jäten
• in Trockenzeiten Boden gleichmäßig feucht halten

Plagen:
Mäuse und Wühlmäuse

Fruchtwechsel:
Haferwurzeln (und andere Korbblütler) sollten frühestens nach 3 Jahren wieder auf dem selben Beet angebaut werden.

Ernten:
ab Ende Oktober, bei offenem Boden den ganzen Winter hindurch;
behutsam roden, die Wurzeln brechen leicht ab und trocknen aus

Aufbewahren:
im frostfreien Keller oder in einer Erdmiete sind die Wurzeln monatelang haltbar

Lager:
hohe Luftfeuchte, 1–6 °C

Bleichen:
den Frühjahrsaustrieb unter einem übergestülpten Gefäß bleichen, die 10 bis –15 cm langen Schösslinge ernten

Verwenden:
neben den Wurzeln sind auch die jungen Blätter und Korbblüten essbar

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