Herrliche Halme

Gräser zählen neben Gehölzen zu den wichtigsten Strukturgebern im Garten. 
 
Sie wiegen sich im Wind, streichen im Vorübergehen sanft an Armen und Beinen entlang und vereinen sich mit Stauden und Gehölzen zu einer Sinfonie der Sinne:
 
Gräserfans schwärmen insbesondere von der faszinierenden Arten- und Sortenvielfalt, dank derer sie sich jedem Gartenstil harmonisch anpassen.
 
 
 
Romantische Figurschmeichler
 
Zarte Spielarten, beispielsweise wie die Liebesgräser (Eragrostis) mit ihren duftigen Blütenrispen, oder das Alpen-Rauhgras (Stipa calamagrostis), das aufgrund seiner silbrigen, elegant überhängenden Blütenstände auch Silberährengras genannt wird, fügen sich wunderbar in natürliche Arrangements ein.
 
Zu romantischen Ensembles aus Rosen und Prachtstauden gesellen sich das charismatische Lampenputzergras (Pennisetum) und die liebliche Zierhirse (Panicum) gerne hinzu, während verschiedene Schwingel-Arten (Festuca) mit ihren klar umrissenen, dunkelgrünen bis graublauen Horsten wohltuende Ruhepunkte im Beet setzen.
 
Viele Anregungen und Pflanzbeispiele findet man in den Einzelhandelsgärtnereien und Gartenbaumschulen, die stets eine große Auswahl an Gräsern bereithalten.
 
Blattbordüren und Blütenfontänen
 
Gräser sind aber nicht nur etwas für Romantiker: In der modernen Gartengestaltung sind Japan-Waldgras (Hakonechloa macra), Seggen (Carex) und Reitgräser (Calamagrostis) längst von Neben- zu Hauptdarstellern aufgestiegen, die mit ihren Blättern grüne Bordüren zeichnen oder ihre feinen Blütenrispen fontänengleich in Szene setzen.
 
Eindrucksvolle Gräser-Riesen wie Pampasgras (Cortaderia selloana), Chinaschilf (Miscanthus sinensis) oder der für asiatisch angehauchte Gärten unerlässliche Bambus eignen sich dabei nicht zuletzt als ebenso schöner wie praktischer Sichtschutz.
 
Hingucker im winterlichen Garten
 
Im Gegensatz zu so mancher Prachtstaude, die angesichts der ersten Fröste vor Schreck ihre Blätter hängen lässt, scheinen viele Gräser geradezu auf Eis und Frost gewartet zu haben: Mit glitzerndem Raureif überzogen oder mit Mützchen aus Schnee ausgestattet, bieten sie den ganzen Winter hindurch einen schönen Anblick und verleihen dem Garten Struktur und einen Hauch von Glamour – der Zauber filigraner Gräser wirkt rund ums Jahr.
 
Wer seinen Garten auch im Winter genießen möchte, sorgt mit gezielt eingesetzten Gräsern auch in der kalten Jahreszeit für Aha-Erlebnisse.
 
Quelle: GMH/GBV
 
 
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