Holunder als Hochstämmchen

Holunderbeeren
Pixabay

Holundersträucher wachsen ungeschnitten zu hohen Sträuchern heran, die unteren Teile der Äste werden aber kahl. Damit der Busch klein bleibt und sich bequem beernten lässt, entfernt man jedes Jahr die abgetragenen Äste. Es hat sich außerdem bewährt, den Holunder als Hochstämmchen zu erziehen, dann biegen sich die fruchtbehangenen schweren Äste nicht bis zum Boden und die Beeren bleiben sauber.

Wann schneiden?
Im Februar/März nach dem Ende der starken Fröste oder im Sommer, direkt nach der Ernte.

Wo fruchtet Holunder?
Holunder bildet die schönsten Beeren an den Ästen, die im Jahr davor neu gebildet wurden, sie heißen einjährige Triebe.

SCHNITT FÜR SCHNITT

Im Jahr nach der Pflanzung
Bei frisch gepflanztem Holunder lässt man nur einen kräftigen senkrechten Trieb stehen. Hat dieser Trieb die gewünschte Höhe (1–1,20 m) erreicht, schneidet man seine Spitze ab. Dadurch bilden sich am Stamm Seitentriebe. Die obersten 4–6 Seitentriebe bleiben, weiter unten entstehende werden abgeschnitten und Bodentriebe ausgerissen.

Im Frühjahr des 2. Jahres
werden die Seitentriebe stark zurückgeschnitten, und zwar bis auf kurze Stummel mit jeweils 2–4 Knospen.

Im Sommer des 2. Jahres
entwickeln sich aus diesen Knospen kräftige Triebe. Seitentriebe, die am Stamm und am Boden entstehen, werden regelmäßig entfernt.

Im Sommer des 3. Jahres
bilden sich an den kräftigen einjährigen
Zweigen kurze Seitentriebe, die viele Blüten und Früchte hervorbringen.

Im Frühling des 4. Jahres
entfernt man die Zweige, die gefruchtet haben: Man schneidet sie bis kurz vor einem kräftigen neuen Trieb zurück, der möglichst nahe am Stamm entspringt.

Teilen