Baumstumpf als Lebensraum

Tierwohnungen

Lebensraum Holzstamm - Baumstumpf
Ein Stamm, der sich mit den Jahren einen grünen Pelz aus Moos zulegt und zu dessen Fuß Wild-stauden und Kräuter gedeihen, bietet vielen Tieren Unterschlupf.- Foto: narapornm / istockphoto.com

Holzstümpfe sind für viele Tiere Unterkünfte vom Feinsten. Wie aus einem abgestorbenen Baumstumpf ein Biohotel wird.

Wenn ein Baum stirbt, bleibt nach dem Umschneiden der Wurzelstock stehen. Für das abgestorbene Strunkholz gibt es viele Interessenten: Käfer, Wildbienen, Igel und Blindschleichen beziehen dort gerne Quartier. Deshalb kann der Stumpf ruhig etwas höher ausfallen.

Neues Leben für totes Holz

• Der Baumstumpf sollte eine Borke besitzen, mindestens 1,2 m hoch sein und 15 bis 20 cm Durchmesser aufweisen, damit ihn möglichst viele Tierarten nutzen.

• Baumstumpf umsetzen:

  • Wer einen Baumstumpf in den Garten setzt, gräbt, je nach Dicke und Länge des Stamms, ein mindestens 30 cm tiefes Loch, um ihn einzusetzen.
  • Beim Anrollen und Aufrichten des Stammes aus Sicherheitsgründen zu mehreren arbeiten.
  • Nach dem Einsetzen das Loch mit Erde zuschütten und diese gut festtreten.
  • Zu Füßen des Stamms Erde anschütten bzw. größere Steine verteilen und auf die Standfestigkeit achten.

• Von Kletterpflanzen wie Wildrosen überwachsen, entsteht Dornröschen-Flair.

• Löchriges Holz ist für viele Wildbienen interessant, die ihre Eier in Käfergänge legen.

• Im Sommer lockt eine auf den Stamm gestellte Vogeltränke Amsel, Meise und Co. zum Baden und zum Trinken.

• Nahende Fressfeinde wie Katzen können von erhöhter Warte aus gut geortet werden.

• Im Winter lädt ein auf den Baumstumpf gestelltes Vogel-Futterhaus zum Schnabulieren.

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