Ich wünsch mir eine Blumenwiese

Blumenwiese
Foto: Angela/stock.adobe.com

Statt Rasensamen, eine Blumenwiesen-Mischung aussäen und fertig – so einfach geht es leider nicht. So wird der Traum von einer Blumenwiese trotzdem wahr.

Die bunten, summenden und duftenden Wiesen, die man sich erträumt, gedeihen nur dort, wo der Boden sehr nährstoffarm ist. In fetten Gartenerden oder auf gedüngten Äckern setzen sich immer Gräser und einige blühende Vielfraße wie Löwenzahn, Weißklee oder Hahnenfuß durch, und die zarten Wildblumen verschwinden in kurzer Zeit von der Bildfläche. Außerdem braucht jeder Standort, jeder Boden eine eigene, speziell auf ihn abgestimmte Samenmischung. Denn die Wildpflanzen sind oft stark spezialisiert. Sie bleiben nur dort jahrelang erhalten und vermehren sich, wo ihre Wünsche möglichst umfassend erfüllt werden.

So wird’s gemacht

  • Am besten säen Sie Blumenwiesen im April/Mai oder im August/September aus. In der heißen Jahreszeit vertrocknen die Samen leicht oder laufen unregelmäßig auf.
  • Nährstoffreicher Boden wird abgemagert, indem man eine 5–10 cm dicke Schicht Sand aufbringt und diese in die obersten 20 cm des Bodens einarbeitet.
  • Sie können auch den Oberboden entfernen und das Wiesen-Saatgut auf dem mageren Rohboden darunter ausbringen.
  • Wer dagegen eine Fettwiese anstrebt, die nährstoffliebende Pflanzen enthält, braucht den Gartenboden nicht abzumagern.
  • Eine Blumenwiese setzt sich am schnellsten durch, wenn sie auf kahlem Boden und nicht in eine bestehende Vegetation eingesät wird.
  • Graben oder pflügen Sie die vorgesehene Fläche um, und entfernen Sie Rasensoden und Pflanzenreste.
  • Das Beet wird dann gerecht (geharkt), bis der Boden feinkrümelig ist. Entfernen Sie alle Unkrautwurzeln.
  • Plan muss der Boden nicht unbedingt sein, Unebenheiten wirken natürlich. Dadurch entstehen außerdem kleine Unterschiede im Mikroklima und mehr Arten bekommen eine Chance, sich durchzusetzen.
  • Damit sich das Saatgut gleichmäßig verteilen lässt, vermischen Sie die Samen mit reichlich trockenem Sand.
  • Auch große Flächen säen Sie grundsätzlich mit der Hand aus.
  • Viele Samen sind Lichtkeimer, arbeiten Sie daher das Saatgut nicht oder nur oberflächlich in den Boden (1 cm tief) ein.
  • Mit einer Rasenwalze oder zwei unter die Füße geschnallten Brettern wird die Fläche gründlich festgeklopft. Dies ist wichtig, damit die Samen einen guten Kontakt zum Boden bekommen und nicht so schnell austrocknen.
  • Die Fläche muss immer feucht gehalten werden, damit die Samen rasch, das heißt innerhalb von zwei bis sechs Wochen keimen. Bei Trockenheit setzen Sie abends den Regner ein.
  • Gegen Vogelfraß helfen über die Fläche gespannte Netze oder Gemüsevliese.
  • Acht bis zwölf Wochen nach der Aussaat können Sie die Fläche mähen (Rasenmäher auf hohe Schnitthöhe einstellen), um unerwünschte Wildkräuter zu bändigen.
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