Igel im Garten

Haben Sie Igel im Garten? Dann dürfen Sie gerne zufüttern. Vorsicht: Milch macht Igel krank!
Der Igel gehört zu den Insektenfressern, aber eigentlich ist er ein Allesfresser.
 
Neben Regenwürmern, Käfern, Schnecken und Spinnen frisst er auch die Kadaver kleiner Vögel, und – wenn sich die Gelegenheit bietet – junge Mäuse.
 
 
Hilfe ist willkommen
 
Haben Sie einen Igel im Garten? Dann dürfen Sie ihn gerne zufüttern. Vom März bis in den Dezember ist Ihre Hilfe sehr willkommen. Das Futter, das Sie den Igeln hinstellen, ist ein kleines „Extra“. Die Tiere gehen nämlich auch immer noch selbst auf die Suche nach Insekten und Larven. Dennoch, im Frühling nach dem Winterschlaf sind viele Igel ausgehungert und manchmals haben sie es nicht leicht, Futter zu finden. Sie können sie unterstützen mit speziellem Igelfutter (z.B. von Vivara) oder mit Katzenfutter, Eiern, gekochtem Hühnerfleisch.  
 
Milch macht Igel krank
 
Zu Trinken bekommen Igel frisches Wasser, aber niemals Milch!
 
Sie können die Laktose nicht verdauen und sehr krank davon werden. Schlimmstenfalls verlieren sie wegen Durchfall viel Flüssigkeit, wodurch sie austrocknen und sterben.

 

Igel schalten runter
 
Die älteren Tiere schalten ungefähr Ende November in eine Art „Energiesparmodus“ um, bei dem ihre Körpertemperatur zuweilen von 38 bis auf 4 Grad sinken kann. Junge Igel bleiben noch etwas länger aktiv, um sich einen ordentlichen Fettvorrat für den Winterschlaf anzufressen.
 
Je nach der Außentemperatur erwacht der Igel Ende März, Anfang April; er hat dann ca. 30 % seines Körpergewichts verloren. Sobald die Temperaturen auf ungefähr 12 bis 15 Grad ansteigen, wird das Tierchen aktiver und macht sich auf die Futtersuche. Und wenn er wieder zu Kräften gekommen ist, beginnt im Mai die Paarungszeit.
 
Im Juni (manchmal auch später) wird oft ein Nest gebaut. Dazu sucht sich unser stacheliger Geselle ein geschütztes Plätzchen unter einer Hecke, unter aufgehäuften Zweigen oder in einem Komposthaufen. Die Versorgung der Jungen vom Juni bis August kostet die Igel viel Energie.
 
Wenn der Nachwuchs dann im Herbst seine eigenen Wege geht, bauen die Igel ihre Winternester. Igel schlafen gern 18 Stunden am Tag und sind vor allem nachts aktiv. Ihre Schlafplätze suchen sie sich an geschützten, trockenen Stellen, beispielsweise unter Blättern oder in speziellen Igelhäusern.
 
Ein Garten für Igel
 
Die Zahl der Igel in der freien Natur sinkt stetig, denn zunehmend werden ihre natürlichen Lebensräume zerstört.  Zuflucht und Nahrung finden sie dagegen in einem Naturgarten mit Hecken und Komposthaufen. Als Gartenbesitzer können Sie dazu beitragen, die bedrohte Igel-Population zu schützen.
 
Mehr Informationen zum Thema unter:
www.pro-igel.de
 
 
Quelle: Vivara  / k&r
Foto: K. T.  / pixelio.de

 

 
 
 
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