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Igel im Garten – was tun?

Haben Sie Igel im Garten? Dann dürfen Sie gerne hinzufüttern. Nach einem langen Winterschlaf sind viele Igel ausgehungert. Aber Vorsicht, Milch macht Igel krank! Tipps für das richtige Igelfutter.

Ein Igel trinkt auf einer grünen Wiese, Wasser aus einem Napf.
Durstiger Igel, der sich über die Wasserstelle im Garten freut. - Braunbrustigel (Erinaceus europaeus)

Was fressen Igel?

Der Igel gehört zu den Insektenfressern, aber eigentlich ist er ein Allesfresser. Neben Regenwürmern, Käfern, Schnecken und Spinnen frisst er auch Frösche, Mäuse und die Kadaver kleiner Vögel. Obst und Gemüse stehen nicht auf ihrer Speisekarte - auch keine Äpfel!

Igel nach dem Winterschlaf

Wenn Igel im Frühling nach dem Winterschlaf erwachen, sind sie meist ausgehungert und haben es nicht immer leicht, geeignetes Futter zu finden. Wenn Sie Igel im Garten haben, dürfen Sie gerne in den ersten Wochen nach dem Erwachen hinzufüttern!

Igelfutter – was eignet sich?

  • Spezielles Igelfutter aus dem Handel
  • Katzenfutter mit hohem Eiweiß- und Fettanteil (Hundefutter ist weniger geeignet!)
  • Eier, hartgekocht oder als Rührei, ungewürzt
  • Das Futter für die Igel sollte frisch und unverdorben zur Verfügung stehen; verdorbenes Futter möglichst wieder entfernen.
  • Eine sichere Stelle für Trinkwasser (Tränke, Vogelbad)

Milch macht Igel krank

Zu Trinken bekommen Igel frisches Wasser, aber niemals Milch! Denn sie können die Laktose nicht verdauen und sehr krank davon werden. Schlimmstenfalls verlieren sie wegen Durchfall viel Flüssigkeit, wodurch sie austrocknen und sterben.

Igel im Jahreslauf

Die älteren Tiere schalten ungefähr Ende November in eine Art „Energiesparmodus“ um, bei dem ihre Körpertemperatur zuweilen von 38 bis auf 4 Grad sinken kann. Junge Igel bleiben noch etwas länger aktiv, um sich einen ordentlichen Fettvorrat für den Winterschlaf anzufressen.

Je nach der Außentemperatur erwacht der Igel Ende März, Anfang April; er hat dann ca. 30 % seines Körpergewichts verloren. Sobald die Temperaturen auf ungefähr 12 bis 15 Grad ansteigen, wird das Tierchen aktiver und macht sich auf die Futtersuche. Und wenn er wieder zu Kräften gekommen ist, beginnt im Mai die Paarungszeit.

Im Juni (manchmal auch später) wird oft ein Nest gebaut. Dazu sucht sich unser stacheliger Geselle ein geschütztes Plätzchen unter einer Hecke, unter aufgehäuften Zweigen oder in einem Komposthaufen. Die Versorgung der Jungen vom Juni bis August kostet die Igel viel Energie.

Wenn der Nachwuchs dann im Herbst seine eigenen Wege geht, bauen die Igel ihre Winternester. Igel schlafen gern 18 Stunden am Tag und sind vor allem nachts aktiv. Ihre Schlafplätze suchen sie sich an geschützten, trockenen Stellen, beispielsweise unter Blättern oder in speziellen Igelhäusern.

Ein Garten für Igel

Die Zahl der Igel in der freien Natur sinkt stetig, denn zunehmend werden ihre natürlichen Lebensräume zerstört. Zuflucht und Nahrung finden sie dagegen in einem Naturgarten mit Hecken und Komposthaufen. Als Gartenbesitzer können Sie dazu beitragen, die bedrohte Igel-Population zu schützen.

Mehr Informationen zum Thema unter:
www.pro-igel.de

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