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Igel im Winter – was tun, wenn sie zu früh aus dem Winterschlaf erwachen?

Haben Sie Igel im Garten? Nach einem langen Winterschlaf sind viele Igel ausgehungert. Andere unterbrechen ihn und stromern durch den Garten. Wann ist die Igelfütterung und Unterstützung sinnvoll und was ist das richtige Igelfutter?

Igel auf Futtersuche
Insekten? Fehlanzeige. Auch wenn das Thermometer im Januar und Februar gerne mal über die 10 Grad-Marke klettert, ist noch kein Frühling. Für Igel ist das Nahrungsangebot noch nicht ausreichend.

Was fressen Igel?

Der Igel gehört zu den Insektenfressern, aber eigentlich ist er ein Allesfresser. Neben Regenwürmern, Käfern, Schnecken und Spinnen frisst er auch Frösche, Mäuse und die Kadaver kleiner Vögel. Obst und Gemüse stehen nicht auf ihrer Speisekarte - auch keine Äpfel!

Igel nach dem Winterschlaf

Wenn Igel im Frühling nach dem Winterschlaf erwachen, sind sie meist ausgehungert und haben es anfangs nicht immer leicht, geeignetes Futter zu finden. Wenn Sie Igel im Garten haben, können Sie die Tiere in den ersten Wochen nach dem Erwachen hinzufüttern.

Was tun, wenn der Igel seinen Winterschlaf zu früh beendet?

Milde Temperaturen in den Wintermonaten, die eher an den Frühling erinnern, führen dazu, dass manch ein Igel auch schon im Januar oder Februar durch den Garten stromert und auf Nahrungssuche ist. Das ist aber noch viel zu früh, schließlich sind zu diesem Zeitpunkt auch in igelfreundlichen Gärten die Nahrungsquellen noch sehr begrenzt.

Stellen Sie dem Igel eine flache Schale mit Wasser und etwas Katzenfutter bereit. Wird es noch einmal kälter, setzen viele Igel ihren Winterschlaf fort. Dann kann die Fütterung wieder eingestellt werden.

Das Igelzentrum Niedersachsen erklärt, dass es sich bei Igeln, die Sie bei Schnee, Kälte oder gar Dauerfrost in Ihrem Garten erblicken, hingehen um Notfälle handelt. Wenn die Tiere durch eine Hungerfalte, also einen deutlich abgesetzten Kopf, sichtbare Beine und eingefallene Flanken auffallen, benötigen Sie Hilfe, damit sie vor den sicheren Hunger- und Kältetod geschützt werden können.

Kontaktieren Sie eine Igelstation oder einen Tierarzt. Halten Sie den Igel in der Zwischenzeit warm.

Igel unterbricht seinen Winterschlaf und sucht Futter im Schnee
Dieser Igel hat seinen Winterschlaf unterbrochen und sucht (vergeblich) etwas Fressbares im Schnee. In so einem Fall sollten Sie eine Igelstation oder einen Tierarzt kontaktieren.

Igelfutter – was eignet sich?

  • Spezielles Igelfutter aus dem Handel
  • Katzenfutter mit hohem Eiweiß- und Fettanteil (Hundefutter ist weniger geeignet!)
  • Eier, hartgekocht oder als Rührei, ungewürzt
  • Das Futter für die Igel sollte frisch und unverdorben zur Verfügung stehen; verdorbenes Futter möglichst wieder entfernen.
  • Eine sichere Stelle für Trinkwasser (Tränke, Vogelbad) 

Milch macht Igel krank

Zu Trinken bekommen Igel frisches Wasser, aber niemals Milch! Denn sie können die Laktose nicht verdauen und sehr krank davon werden. Schlimmstenfalls verlieren sie wegen Durchfall viel Flüssigkeit, wodurch sie austrocknen und sterben.

Ein Igel trinkt auf einer grünen Wiese, Wasser aus einem Napf.
Igel haben nicht nur Hunger, sondern auch Durst und freuen sich über eine Wasserstelle im Garten.

Igel im Jahreslauf

Die älteren Tiere schalten ungefähr Ende November in eine Art "Energiesparmodus" um, bei dem ihre Körpertemperatur zuweilen von 38 bis auf 4 Grad sinken kann. Junge Igel bleiben noch etwas länger aktiv, um sich einen ordentlichen Fettvorrat für den Winterschlaf anzufressen.

Je nach der Außentemperatur erwacht der Igel Ende März, Anfang April; er hat dann ca. 30 % seines Körpergewichts verloren. Sobald die Temperaturen auf ungefähr 12 bis 15 Grad ansteigen, wird das Tierchen aktiver und macht sich auf die Futtersuche. Und wenn er wieder zu Kräften gekommen ist, beginnt im Mai die Paarungszeit.

Im Juni (manchmal auch später) wird oft ein Nest gebaut. Dazu sucht sich unser stacheliger Geselle ein geschütztes Plätzchen unter einer Hecke, unter aufgehäuften Zweigen oder in einem Komposthaufen. Die Versorgung der Jungen vom Juni bis August kostet die Igel viel Energie.

Wenn der Nachwuchs dann im Herbst seine eigenen Wege geht, bauen die Igel ihre Winternester. Igel schlafen gern 18 Stunden am Tag und sind vor allem nachts aktiv. Ihre Schlafplätze suchen sie sich an geschützten, trockenen Stellen, beispielsweise unter Blättern oder in speziellen Igelhäusern.

Ein Garten für Igel

Die Zahl der Igel in der freien Natur sinkt stetig, denn zunehmend werden ihre natürlichen Lebensräume zerstört. Zuflucht und Nahrung finden sie dagegen in einem Naturgarten mit Hecken und Komposthaufen. Als Gartenbesitzer können Sie dazu beitragen, die bedrohte Igel-Population zu schützen.

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