Insektenfreundlicher Balkon

Wie entsteht ein insektenfreundlicher Balkon? kraut&rüben Redakteurin Elisabeth Kögel erklärt im Video, mit welchen Wildblumen und Nisthilfen Sie ein Stück wilde Natur auf ihren Freisitz holen. Sie erfahren, auf was es bei der Pflege ankommt und wie man ein „Sandarium“ für Wildbienen anlegt.

So entsteht ein insektenfreundlicher Balkon

Die meisten Zierblumen für den Balkon haben mit ihren gefüllten und großen Blüten für Wildbienen und andere Insekten wenig oder gar keinen Wert. Wie schön und gleichzeitig nützlich sich dagegen ein Freisitz mit Wildblumen gestalten lässt, erklärt kraut&rüben Redakteurin Elisabeth Kögel im Video. Schritt für Schritt beschreibt sie, wie mit der richtigen Befpflanzung und dem Anbringen von Nisthilfen (z. B. von Neudorff) ein insektenfreundlicher Balkon entsteht.

Balkonbepflanzung für Wildbienen

Alle wichtigen Themen aus dem Video plus Sortenliste gibt es in diesem Pdf zum Nachlesen. Darin ist beschrieben, wie Kübel & Co. bepflanzt werden, wie ein Sandarium entsteht und welche Pflanzen sich für Halbschatten eignen, welche für sonnige Lage.

>> Balkonbepflanzung für Wildbienen mit Sortenlisten und Bezugsquellen

 

Noch mehr Infos zum Thema:

Bienenblumen für insektenfreundliche Blumenkästen

In größeren Kübeln und breiten Balkonkästen mit ausreichend Erdvolumen gedeihen einjährige Sommerblumen prächtig. Durch die Ansaat der Blumen schonen Sie Ihren Geldbeutel. Blumen selbst zu säen macht zwar ein bisschen mehr Arbeit, ist dafür aber wesentlich günstiger als eine Bepflanzung mit teuren Hochleistungsbalkonblumen.

Bienenfreundliche Balkonblumen

Reseda, Mohn in allen Variationen, Sommerazaleen, die niedrigen einfachblühenden Dahlien und Tagetes, Goldmohn und Cosmea sind gute Bienennährpflanzen. Im Handel werden auch spezielle Saatgutmischungen für Balkonkästen angeboten. Diese Blumenmischungen locken nicht nur Bienen, sondern auch Falter und Hummeln an.

Säen Sie die Blumensamen ab Ende April in einen mit lockerer Blumenerde gefüllten Balkonkasten. Stellen Sie den Kasten nicht sofort ins Freie. Die frische Aussaat gedeiht auf der Fensterbank bei 20 °C am besten. Nach einer Woche keimen die ersten Samen. Sobald die Tagestemperaturen über 15 °C steigen und keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind, sollten die Kästen ins Freie.

Samenvermehrte Blumen wollen gerne selbst Samen bilden. Schneiden Sie deshalb im Laufe des Sommers Verblühtes und Samenansätze immer wieder aus, dann blühen die Sommerblumen zügig weiter bis in den Herbst.

siehe auch: Video Wildblumen auf dem Balkon säen und pflanzen

Stauden für Insekten auf dem Balkon

Das Balkonblumensortiment wird immer umfangreicher und somit die Auswahl immer größer. Immer mehr finden sich auch bienenfreundliche Balkonpflanzen darunter.

Zu ihnen gehören Prachtkerze (Gaura lindheimeri), Fächerblume, Vanilleblume, alle Salbeiarten mit kurzer Blütenröhre, wie z.B. Echter Salbei (Salvia officinalis) oder Mehliger Salbei (Salvia farinacea), Portulakröschen, Kapmalve (Anisodontea capensis), auch Lobelien sowie Balkonformen der üppig blühenden Kokardenblumen (Gaillardia), von Sonnenhut (Rudbeckia) und Sonnenauge (Heliopsis).

Kräuter für Insekten blühen lassen

Wer liebt sie nicht, die Kräuter direkt auf der Fensterbank? Lassen Sie die Kräuter doch für die Bienen erblühen, denn es müssen nicht immer Balkonblumen für Bienen sein. Die Blüten beliebter Küchenkräuter wie Thymian, Schnittlauch, Bergbohnenkraut, Bohnenkraut, Majoran und Basilikum, Ysop und Weinraute sowie Zitronenmelisse oder Pfefferminze sind bei den Honigbienen heiß begehrt. Dabei können die Blüten wie auch die Blätter in der Küche zur Dekoration und auch zum Würzen der Speisen verwendet werden. Stellen Sie die Kräuter an einen sonnigen Platz. Das ist nicht nur für das Wachstum der Kräuter gut, auch Bienen finden sich dann schneller ein.

Oase für Mensch und Tier

Mit einem insektenfreundlichen Balkon können Sie sich auf viele brummende und summende Besucher freuen. Es ist ein Vergnügen, die bunte Balkonpracht mit Hummeln, Bienen und Schmetterlingen zu teilen.

k&r/ Brigitte Goss, Bayerische Gartenakademie

 

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