Johanniskraut

Junge Sträucher sollten in den ersten Wintern einen Wärmeschutz aus Reisig und eine Bodenabdeckung mit etwas Laub bekommen. 

 

Dauerblüher im Sommer
 
Im Sommer blühen nur wenige Sträucher. Eine der wenigen Ausnahmen bildet das Johanniskraut. Die schönsten Sorten haben die Experten der Bayerischen Gartenakademie zusammengestellt.
 
Johanniskraut kennt man aus der Naturmedizin, doch um Missverständnisse zu vermeiden: Bei den Gartenjohanniskrautsträuchern handelt es sich nicht um Heilkräuter. Sie sind vielseitige Kleinstäucher, die von Juni bis in den Herbst im Garten Akzente setzen und nie aufdringlich werden.
 
Die leuchtend gelben Blüten, ob klein oder groß sind Leuchtpunkte in einer Bepflanzung. In der Sonne blühen sie zwar am üppigsten, doch sie vertragen auch durchweg einen halbschattigen Standort. Sie brauchen einen lockeren durchlässigen Boden mit gleichmäßiger Feuchte.
 
Johanniskräuter sind robust und können im Garten ein stattliches Alter erreichen. Doch die jungen Sträucher sollten in den ersten Wintern einen Winterschutz aus Reisig und eine Bodenabdeckung mit etwas Laub bekommen.
 
Nachfolgend die schönsten Sorten:
 
Niedriges Johanniskraut, Hypericum calycinum ´Hidcote´
 
Das niedrige Johannniskraut pflegt ein wenig das Dasein eines Aschenbrödels. Als Unterpflanzung unter Bäumen ist es erstmal eher unscheinbar, doch wenn sich die leuchtend gelben Blüten öffnen, erhellt es die finstersten Ecken. Es wächst aufrecht und kann eine Höhe von bis zu 150 cm erreichen. Damit es einen dichten Blütenteppich bildet, sollte es im Frühjahr bodennah abgeschnitten werden. Dann wird es nur 50 cm hoch. Der Standort sollte nicht zu trocken sein. In den ersten Jahren braucht es einen Winterschutz.
 
Sehr ähnlich ist das Hohe Johanniskraut, H. moserianum
 
eine Kreuzung aus H. calycinum und H. patulum. Große gelbe Blüten schmücken den bis 60 cm hohen Strauch von Juli bis September. Die roten Blütenstiele und das dunkelgrüne Laub bilden einen edlen Kontrast zu dem strahlenden Gelb der Blüte.
 
Mannsblut oder Blutjohanniskraut, Hypericum androsaemum
 
Den Namen Mannsblut erhielt dieses Johanniskraut aufgrund seines roten Pflanzensaftes, der beim zerreiben von unterschiedlichen Pflanzenteilen hervortritt. Das Blutjohanniskraut wird bis zu einen Meter hoch. Nach der Blüte von Juni bis August bilden sich kugelige Früchte, die zuerst rot gefärbt sind und sich dann glänzend schwarz verfärben.
 
Die herbstlichen Fruchtstände werden gerne in Sträußen verwendet. Ein Farbenrausch ist die purpurne Blattfärbung im Herbst. Die Sorte ´Excellent Flair´ wächst sehr aufrecht. ´Orange Flair´ besitzt leuchtend hellgelbe Blüten und blüht auch im Halbschatten üppig.
 
Kanadisches Johanniskraut, Hypericum kalmianum ´Gemo´
 
Der 1m hohe Strauch besitzt äußerst zahlreiche, reingelbe kleine Schalenblüten. Über die späte Blüte von Juli bis September freuen sich besonders die Bienen. Ab Herbst erscheinen die dekorativen eiförmigen Fruchtkapseln. Der Strauch ist gut winterhart und in milden Wintern behält er sogar sein Laub.
 
Einkaufstipp: Obwohl die Johannissträucher im Garten ab Juni blühen, werden sie im Handel hauptsächlich im Frühherbst als schmückende Sträucher zu Herbstpflanzungen angeboten. Halten Sie nach ihnen Ausschau, es lohnt sich.
 
Quelle: Bayerische Gartenakademie
Teilen