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Setzlinge vor dem Auspflanzen abhärten

Gemüsepflanzen, die unter Glas oder im Haus vorgezogen wurden, müssen auf den Umzug ins Freiland vorbereitet werden. Warum soll man Setzlinge von Tomaten, Gurken und Kürbis abhärten und wie funktioniert es?

Anzucht von Gemüsepflanzen in diversen Töpfen
Anzucht von Gemüsepflanzen in Töpfen

Jungpflanzen abhärten

Nach dem Pikieren wachsen die Setzlinge in Töpfen zu jungen Pflanzen heran und bilden ihre ersten Blätter und Triebe. Vor dem Auspflanzen in den Garten oder auf den Balkon lohnt es sich, den „Halbwüchsigen“ eine Zeit der Umgewöhnung zu gönnen.

Denn gegen Kälte und andere Widrigkeiten unter freiem Himmel können zarte Jungpflanzen nicht immer standhalten. Es ist besser, sie langsam auf Wind, das stärkere Licht und auf schwankende Temperaturen einzustimmen, zumal die Nächte im Mai oft noch sehr frisch sind, auch wenn es tagsüber schon angenehme Temperaturen hat.

Zu den Herausforderungen im Freiland gehören:

  • hohe Lichtintensität
  • niedrige Temperaturen
  • Temperaturschwankungen
  • Wind

Warum Setzlinge abhärten?

Gewöhnt man die Pflanzen langsam an die Bedingungen im Freien, aktivieren sie ihren Stoffwechsel und schützen sich:

  • Sie verstärken ihre Außenhaut.
  • Sie lagern Schutzstoffe wie Zucker oder Biophenole ein.
  • Sie senken den Wassergehalt in den Zellen.

Wie die Jungpflanzen abhärten:

Damit junge, wärmeliebende Gemüsepflanzen wie Zucchini, Gurken, Tomaten, Kürbis und Melonen nach den Eisheiligen den Umzug ins Beet gut überstehen, werden sie etwa ein bis zwei Wochen vorher abgehärtet. Stellen Sie dazu die Pflanzen tagsüber bei angenehmen Temperaturen (ab ca. 12 Grad C °)  an einen geschützten und halbschattigen Platz im Freien. Keinesfalls sollten die Setzlinge anfangs der Sonne ausgesetzt sein oder kalten Winden. Am Abend werden sie abgedeckt oder wieder ins Haus geholt. 

Es lohnt sich, beim Abhärten behutsam vorzugehen. Idealerweise wird die Zeit im Freien täglich etwas verlängert und nach einigen Tagen können sie auch etwas Sonne vertragen. Erst wenn die Temperaturen sich auch in der Nacht im Plusbereich befinden, dürfen sie ohne Abdeckung die Nacht unter freiem Himmel verbringen.

Das Abhärten bewirkt, dass die Jungpflanzen langsamer und dadurch kompakter wachsen. Dadurch werden sie robuster, standfester und haben beste Startbedingungen im Beet.

Umzug der wärmeliebenden Gemüsepflanzen

Sobald keine Nachtfröste mehr drohen, etwa Mitte Mai, in kalten Regionen nach den Eisheiligen, dürfen wärmeliebende Gemüsepflanzen ins Beet umziehen.

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